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Ayurveda in Sri Lanka 2011 – Tag 3

Von Klaus Bötig | 12.Juli 2011

Heute ist der erste volle Kurtag hier oben in Diyatalawa. Um 5 Uhr beginnen die Tempelgesänge in einem unweit gelegenen buddhistischen Tempel, die bis gegen 7 Uhr anhalten. Unter die frommen Klänge mischt sich viel Vogelgezwitscher, Sittiche und Beos fliegen im Garten der Greystones Villa herum. Um 8 Uhr wird das ayurvedische Frühstück serviert: Reissuppe mit Knoblauch und Bambusblättern, danach Gewürztee. Anschließend wird uns der Weg zum >Peace Heaven< gezeigt, dem eigentlichen Behandlungszentrum auf dem Gelände. Drei Minuten ist es dorthin in schönster Natur mit vielen Eukalyptusbäumen, aber auch Teesträuchern. Man zeigt uns die Behandlungsräume, die Kräuterküche zur Zubereitung von Medizin, die Badewanne für Kräuterbäder usw. 

Peace Heaven - das Behandlungszentrum (Foto: Christiane Bötig)

Unsere erste Anwendung ist ein etwa 30-minütiger Stirnguss (Shirodhara). Man liegt auf einem breiten Massagetisch, über dem grüne und rote Wärmelampen hängen, und wird mit einer Decke zugedeckt. Die Augen werden abgedeckt. Auf einem Gasöfchen brodelt die ölige Flüssigkeit, die zunächst langsam über die Stirnmitte geträufelt wird, später dann auf voller Länge von Schläfe zu Schläfe. Danach folgt eine kurze Stzirn- und Hinterkopfmassage. Alles wird gut abgetrocknet, dann wird uns ein Kopftuch umgebunden, das wir nach Möglichkeit die nächsten drei Tage ständig tragen sollen – auch im Schlaf. Nach dem Stirnguss steht Ruhe auf dem Programm – genossen auf einer der Liegen an verschiedenen Stellen im Garten. Für eine angenehme Geräuschkulisse sorgern Menschen- und Tierstimmen aus der Ferne, auch einmal ein entfernter Donner – und leider auch das Getöse des srilankesischen Militärs, das auf einen Truppenübungsplatz irgendwo an den Berghängen seine Munition verpulvert. Man gewöhnt sich aber schnell daran, wirklich störend ist die martialische Geldverschwendung nicht. 

 Um 13 Uhr wird zum Mittagessen geläutet. An den ersten 3 Tagen der Kur sind Schmalhans-Rationen vorgesehen. Heute gibt es einen Kräuter- und Wurzeltrunk als Aperitif und danach eine gut gewürzte Gemüsesuppe.  Die darin verwendeten Gewürze, Kräuter und Gemüse werden uns vom Koch zum Betrachten und Fotografieren auf Silberplatten präsentiert. Um 14 Uhr erwartet uns dann eine 50-minütige Rückenmassage mit reichlich warmen Öl, um 15 Uhr gibt es Tee und ausnahmsweise – weil ein Gast Geburtstag hat – auch ein Stück leckeren Hirsekuchen. Danach stehen auf silbern glänzenden Tellerchen die individuell abgestimmten ayurvedischen Medikamente zur Einnahme für die nächsten 24 Stunden bereit und natürlich auch wieder gut gefüllte Thermoskannen mit heißem Wasser zur Mitnahme aufs Zimmer.

Danach ist wieder Zeit zum ruhen – schlafen soll man allerdings während der Kur tagsüber nicht. Um 18 Uhr gibt es ein leichtes Abendessen, um 19.30 Uhr sind alle auf ihre Zimmer entschwunden. Fernseher oder Radio gibt es da natürlich nicht – früh zu schlafen ist angesagt.

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