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Evritanien: Unbekanntes Karpenissi

Von Klaus Bötig | 11.Juli 2011

   In Agrinio beginnt die Fahrt in die Berge Evritaniens, einem Regierungsbezirk ohne Küste. Noch immer gibt es hier eine ganze Reihe von Dörfern, die nur über raue Jeep-Pisten zu erreichen sind. Evritanien beginnt am Stausee Kremaston, der mit seinen vielen Inselchen und unverbauten Ufern einen atemberaubend schönen Anblick bietet. Er entstand  schon 1965 durch die Aufstauung der Flüsse Achelóos, Agrafiótis, Tavrópos und Trikeriótis. Auf einer Fläche von 80 km² fasst er bis zu 4,75 Mrd. m³ Wasser. Neben seiner 160 m hohen und 457 m langen Staumauer steht eins der modernsten Wasserkraftwerke Griechenlands, dessen 4 Turbinen eine Leistung von 440 Megawatt erbringen.

Landschaft bei Karpenissi

   Kurvenreich geht es von hier aus weiter nach Karpenissi, der auf 960 m Höhe gelegenen Hauptstadt Evritaniens (6600 Ew.). Sie hat ein gewisses Flair,  ist nicht durchgestylt wie Métsovo im Epirus, aber auch nicht ärmlich-lebensarm. Man merkt, dass es bei all seiner Kleinheit Einkaufs- und Handelszentrum einer sehr ländlichen Region ist. Mittelpunkt der Stadt ist die Platía Botsári mit Rathaus, Hauptkirche und mehreren Hotels ein paar Schritte entfernt. In einer knappen halben Stunde hat man einen Stadtrundgang hinter sich und kann sich dem Dolce Far Niente in Tavernen oder Cafés hingeben. Zum Beispiel im Cinema Café, einem umgebauten Kino, oder in der Bouat Mousikes Epafes, wo man abends bei einem Drink Liedermachern und Sängern zuhört, die mit Syrtaki nichts im Sinn haben, sondern lieber rembetika spielen.

  Zwei kurze Ausflüge mit dem Auto lassen sich gut ins Aufenthaltsprogramm einflechten. Einer führt ins 12 km entfernte Skigebiet Timvrístou. Die Straße dorthin ist sehr gut ausgebaut. Auf 1840-2220 m Höhe erwarten den Besucher zwischen Dezember und April eine moderne Hütte, sieben Schlepp- und Sessellifte, zehn Pisten, Ski- und Snowmobilverleih. Im Sommer ist die Fahrt hinauf  vor allem ein landschaftliches Erlebnis. Ein zweiter Ausflug gilt dem nur 2,5 km südwestlich gelegenen Kefalovrísso . Kräftige Quellen speisen hier die Becken einer Forellenzuchtstation, Quellhäuser stehen in einem kleinen Park mit zwei Tavernen. Frösche quaken, Wasser rauscht, ein paar Meter weiter übt sich die Dorfjugend auf einem Verkehrsübungsplatz. Ein altes Denkmal von 1930 und eine modern gestaltete Mauer mit Porträt erinnern an den Freiheitshelden Márkos Botsáris, der hier während des griechischen Freiheitskampfes am 8. August 1823 im Kampf gegen die Türken fiel. 2 km weiter steht auf gepflegtem Rasen das Blockhaus-Restaurant Saloon. Hier wird im Winter sogar Glühwein serviert oder heißer Tresterschnaps mit Nelken und Walnuss. Man verleiht Mountainbikes und bietet kurze Ausritte zu Pferde an.

   Wer ausgedehnteren Outdoor-Aktivitäten frönen will, wendet sich in Karpenissi an sein Hotel oder ans Büro von Efzin , das River-Rafting, TrekkingTouren, Kayak- und Kanufahrten, Mountainbike- und Jeep-Touren organisiert.

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