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Gute Fischtaverne am Kerkini-See bei Serres

Von Klaus Bötig | 21.Mai 2015

Die meisten Urlauber wissen nur, dass man in Griechenland gut (und teuer) Fische aus dem Meer essen kann. In den vielen Stauseen des Festlands gibt es aber auch riesige Karpfen, die viel preiswerter sind. Eine exzellente und noch dazu sehr urige Karpfen-Taverne hat Albrecht Schill aus 49828 Neuenhaus, zufriedener Leser meines DuMont-Reisetaschenbuches CHALKIDIKI & THESSALONIKI, am Kerkini-See bei Serres entdeckt. Er schreibt:Wir erkundeten die Gegend um den Kerkinisee – ein hochkarätiges Naturreservat. Auf der Straße über den Mt. Dissoro, die schon ziemlich eingewachsen ist, sammelte ich mehrere Prachtexemplare griechischer Landschildkröten auf der Straße ein, um sie vor den manchmal viel zu schnell fahrenden einheimischen Geländefahrzeugen zu retten. Dann kamen wir ins kleine Dorf Kerkini. Es war später Nachmittag. Vor seiner Fischtaverne saß der schon über 80-jährige Wirt. Es schien, als habe er nur wegen uns draußen gesessen und gewartet. Am Haus war eine Jahreszahl angebracht: 1952. Das Jahr der Hochzeit des Wirtes, wie er erklärte. Der Wirt zeigte mir die Plastiktaschen mit frisch gefangenem Fisch in seiner Küche und ich bestellte für uns drei. Das Ambiente ist nicht für Gäste mit Ansprüchen an deutsche Restaurantküchen geeignet. Ich ging das Wagnis ein. Wir setzten uns also auf der Dorfstraße auf die Jahrzehnte in der Sonne vergilbten Stühle zu Tisch und harrten der Dinge. Der Salat war so frisch, wie er nur sein konnte. Dazu kam ein ganzens Bündel Lauchzwiebeln auf den Tisch. Und dann die Fischplatte mit den panierten Fischteilen. Es schmeckte hervorragend. Der Wirt setzte sich zu uns, sah uns auch nächster Nähe zu und ließ es sich nicht nehmen, uns tüchtig nachzureichen und zum Essen zu animieren. Auf den dazu gereichten Ouzo aus dem Kanister musste ich leider verzichten – ein würziges Schlückchen überzeugte mich aber von der Qualität. Dem am Schluss in Rechnung gestellten Betrag von 26 Euro für ein hervorragendes Essen, an dem auch mehr als wir drei sich hätten satt essen können, fügte ich ein fürstliches Trinkgeld hinzu – und hoffte, dass das nicht negativ angekommen würde. Keine Spur: Wir wurden aufs Herzlichste mit Handküssen und Winken verabschiedet. Wir hatten das Gefühl, dass wir ein ziemlich unerwartetes Geschenk für den Wirt gewesen sind.

Psarotaverne Charisis, Charisis Frangopoulos, Tel. 23270 41232 und 6973 767814

 

 

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