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Lipsi – Dodekanes für Individualisten

Von Klaus Bötig | 20.Februar 2011

Eine Insel zum Relaxen

Ein Ort und 14 Strände laden auf Lipsi zum Entspannen ein

Lipsi ist eine in Deutschland noch fast unbekannte Urlaubsinsel im Archipel des Dodekanes dicht vor der kleinasiatischen Küste, die kein einziger deutscher Veranstalter in seinen Katalogen führt. 

 Trotzdem ist sie touristisch durchaus gut organisiert: Vor allem Griechen, Briten, Skandinavier und im Hochsommer auch Italiener verbringen hier ihre Ferien. Zwar gibt es nur zwei Hotels, dafür aber zahlreiche Apartments, Studios und Zimmer in Privatpensionen, wo man noch Anschluss an die Wirtsfamilie findet. Um Lipsi zu erreichen, fliegt man am besten nach Samos oder Kos und setzt von dort mit der Fähre oder dem schnellen Tragflügelboot auf den Inselzwerg über.

Lipsi ist nur 16 Quadratkilometer klein, zählt gerade einmal 700 ständige Bewohner. Seine Küsten sind 35 km lang. Am ihnen findet man insgesamt 14 ganz unterschiedliche Strände. Manche von ihnen sind mit dem Minibus der Gemeinde zu erreichen, alle anderen zu Fuß oder mit einem gemieteten Moped. Nur wenige Minuten vom einzigen Ort entfernt bieten die sandigen Strände Liendou und Kambos auch Baumschatten. Ganz schattenlos liegt man auf den winzigen Kiesflecken und glatt geschliffenen Ufern von Monodendri, wo – wie der Name schon sagt – nur ein einziger Baum steht. Hier wird bevorzugt nackt gebadet. Besonders kinderfreundlich ist der Kies- und Grobsandstrand von Platys Gialos, wo man auch noch 100 m vom Ufer entfernt nur hüfttief im Wasser steht. In der Taverne gleich hinter dem Strand wird ausgezeichnet griechisch gekocht, auf den Feldern daneben lassen sich halbwilde Esel gern von Kindern füttern. Strände, an denen es keine Tavernen gibt, laden zum Picknick oder zum Grillen ein.

Im Hauptort Lipsi geht es sehr geruhsam zu. Fischer sitzen am Hafen und flicken ihre Netze, die Gäste der Tavernen und Kaffeehäuser schauen den Yachten und Kaikis beim Ein- und Auslaufen zu. Man geht in kleinen Gemischtwarenhandlungen einkaufen und holt sich frisches Brot und die Gebäckspezialitäten der Insel aus der traditionellen Bäckerei. Besonders lecke sind da die >Diples< mit Honig und die mit Käse gefüllten Blätterteigtaschen „Tiropittes“. Die Abende verbringt man in gemütlichen Tavernen, geht hinterher vielleicht noch in eine kleine Bar – Diskotheken und Kinos gibt es auf Lipsi nicht.

Dafür werden tagsüber zahlreiche Bootsausflüge zu den noch kleineren, aber auch bewohnten Nachbarinseln Arki und Agathonissi angeboten. Interessant sind auch die Touren zu unbewohnten Felseilanden wie Aspronissi, Makronissi, Frango, Refoulia, Kalapodia und Plavi, wo noch einige der vom Aussterbenden bedrohten Ägäischen Möwen (Larus audouinii, Audoin’s Gull) nisten. Wer kulturelle Erlebnisse sucht, verbringt einen Tag auf dem nahen Patmos mit seinem über 900 Jahre alten Johannes-Kloster und der Grotte der Apokalypse oder setzt nach Pythagorio auf Samos über, das vor 2500 Jahren eine der bedeutendsten Städte Griechenlands war.

Wer im August auf Lipsi weilt, kann die beiden größten Inselfeste miterleben. Um den 15. August herum wird drei Tage lang auf dem Dorfplatz ein stimmungsreiches Weinfest begangen, am 22. August kommen Pilger aus ganz Griechenland nach Lipsi, um hier eine Marienikone wundersam weinen zu sehen.

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