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Mal was anderes: Eine nette Lesermail

Von Klaus Bötig | 7.Februar 2018

Diese Mail erreichte mich gestern:

 

Sehr geehrter Herr Bötig,

seit nunmehr 7 Jahren (nach mittlerweile insgesamt fast 18 Jahren Griechenland) reisen wir – wenn auch sicher anfänglich zufällig durch die Marco Polo Reiseführer inspiriert – ausschließlich mit Ihren Empfehlungen durch Griechenland.

Wir haben durch Ihre Beschreibungen das große Glück gehabt, wundervolle liebe Menschen kennenzulernen.

Ja, bisher haben wir sowohl auf Kreta, Rhodos und Kos jeweils mehrmals “all in gemacht”, da es zum Teil günstiger und mit Kind auch praktischer war. Dennoch sind wir während unserer grundsätzlich in Eigenregie geplanten Ausflüge immer gerne Ihren Ratschlägen gefolgt und haben somit wirklich schöne Erinnerungen – sowohl an Menschen als auch Orte – speichern können.

Wir haben 2013 auf Kos Christina kennen gelernt und vor allem eine inspirierende und liebevolle!!!! Begegnung mit Pater Kyriakos gehabt (seine frische Feigen sind die besten und die Basilikumpflanzen hab ich in einer Wasserflaschen im Koffer nach Hause transportiert und eingepflanzt…). In 2016 war er leider mittlerweile zu kränklich, um immer präsent zu sein. Wir hätten ihn wirklich sehr gerne noch einmal getroffen. Christina sagte uns jedoch, er “wäre mittlerweile zu müde” und käme nicht mehr so oft von Pyli herauf… Ich habe das persönlich sehr bedauert. Er war der einzige Grund, warum ich meine Family noch mal nach Lagoudia geschleppt habe – wobei mein Sohn wieder fasziniert von Christina’s Sammelsurium war und die Mandelmilch gelockt hat.

In der (wenn auch nicht von Ihnen beschriebenen) Taverna Lagoudia beschäftigte man sich jedoch dann in 2016 derart liebevoll mit meinem griechischen Lehrwerk, dass man das wirklich erwähnen sollte. Ich lerne seit 2 Jahren ein wenig griechisch und finde es sehr beeindruckend, wie willkommen man mein “Gestammel”, die vielfältigen Fragen und Aufzeichnungen allerorts kommentiert, korrigiert und wertschätzt- und zwar übrigens egal, ob “auf dem Land” oder beim Personal in den Hotels!!

Ich habe das Glück, durch eine befreundete Dolmetscherin, die jahrelang auf Santorini lebte (und quasi als Wirtschaftsflüchtling zurückkehrte – ihr griechischer Mann und einer der 2 gemeinsamen Söhne blieben), gutes Lehrwerk zu erhalten und schleppe allerorts meine Aufzeichnungen mit…

Das Foto vom Kafenion Xenios Zeus ist aus 2016, vermutlich ein Opfer der Krise? Ich hatte auch Kontakt mit Ira, die mir übrigens bestätigte, dass Sie einer der wenigen Reiseführerschreiber waren, die regelmäßig vorbeikamen.

Letztes Jahr (zum 4. Mal auf Kreta) lernten wir Manolis Farsaris kennen. Wir haben uns sehr lange unterhalten (ich habe dann noch oben nach dem Durchgang auf seine Bitte das Museum abgeschlossen). Dieses Vertrauen, welches einem hier teilweise entgegengebracht wird, kann man in keinem Reiseführer zu Wort bringen….während wir Kaffee tranken und uns umsahen, war er zwischenzeitlich schlicht verschwunden… Bedauerlicherweise schnitzt auch er mittlerweile nicht mehr die Löffel per Hand. Wir waren wohl fast 1,5 Stunden dort und trotz allem “Lokalkollorit” fällt das Überleben immer schwerer. Nicht, dass er das als “Touriargument” nutzt – und klar haben wir gut und gerne gekauft und konsumiert – bin mir aber nicht sicher, ob er mit seinem ganzen frischen Obst, welches er uns dann hinterher umsonst ins Auto gereicht hat, wirklich “Geschäfte” zum Überleben macht…

Und ja, natürlich sind es “Mainstream” Reiseführer, aber, was man aus Ihren Empfehlungen macht, ist einem selbst überlassen. Wir haben schon so oft “irgendwo im Nirgendwo” gegessen, immer lecker, immer ohne Speisekarte, mit meinen wenigen Griechisch kenntnissen und Händen und Füßen (ich würde es nicht mehr finden.. ) Achja und ich habe mittlerweile alle Bücher von Petros Markaris gelesen, nicht nur die Charitos Krimis.

Dieses Jahr geht’s nach Naxos (endlich mal “nur” Frühstück und 10 Tage Mietwagen) und meine Suche war natürlich Ihr Reiseführer. Leider ausverkauft bzw nur sehr veraltet auf Ebay etc. Ihre Tipps jedoch online gefunden und bereits gespeichert und noch einen Reiseführer “beim Wettbewerb” erworben…. Nunja…

Ich wollte Ihnen einfach nur mal für die schönen Erlebnisse und das Kennenlernen wundervoller Menschen danken, was ich vermutlich ohne Sie so vielleicht nicht ganz erlebt hätte. Selbst unser Sohn (15) verreist immer noch mit uns (Hilfe!!) und auch er spricht zumindest die wichtigsten griechischen Worte.

Mit dem gebührenden Respekt, Interesse und einer gewissen Kommunikationsfreudigkeit sowie einfach manchmal nur mit einem netten Lächeln kann man selbst aus “Reiseführer Mainstream Geheimtipps” tatsächlich emotionale Erlebnisse machen.

Ganz lieben Dank dafür oder einfach Ευχαριστώ πολύ!!!

Pragmatisch möchte ich hier noch anfügen, dass ich bei meinen sicher überschaubaren und nicht gerade abenteuerlichen Reisen bisher allerdings nie leicht bekleidet durch Bergdörfer, Kirchen etc gehüpft bin, da fängt dann oft das Fremdschämen an….. Auch habe ich im Petaloudes Tal nicht in die Hände geklatscht, weil ich zu blöd war, die Hinweise am Eingang zu lesen bzw meinen gesunden Verstand zu gebrauchen…

Aber darüber könnten Sie ja mal ein separates Buch schreiben….

Liebe Grüße

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