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Zagorochoria und Vikos-Schlucht

Von Klaus Bötig | 6.Juli 2011

Die 46 Dörfer der Zagoria gehören zu den schönsten Griechenlands. Sie liegen in der Provinz Epirus in den Bergen östlich der Straße von Ioannina nach Konitsa zwischen dem 1810 m hohen Mitsikeli-Gebirge und den an die Alpen und stellenweise gar an die Dolomiten erinnernden Gipfeln des 2497 m hohen Tymfi-Gebirges. Die extrem dünn bevölkerte Region (5 Ew./km2) wird von tiefen Schluchten durchzogen. In kleinen Hochtälern ist Platz für etwas Landwirtschaft, stellenweise bedecken Kiefernwälder die Berghänge. In den Dörfern stehen fast ausschließlich unverputzte, alte Häuser aus Naturstein; hässliche Betonneubauten wie vielerorts sonst in Hellas sind fast nirgends zu finden. Dutzende türkische Brücken überspannen Bachläufe und Flüsse; gepflasterte, uralte Wege durchziehen die Landschaft. Weiterlesen »

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Lesbos literarisch – Sappho, Theophrast, Menander & Co

Von Klaus Bötig | 5.Juli 2011

Als Adjektiv ist der Name von Lesbos wegen einer Spielart der Liebe weltbekannt. Auf der touristischen Landkarte aber spielt die Insel dicht vor der kleinasiatischen Küste, auf der etwa 90 000 Menschen leben, kaum eine Rolle. Während auf Kreta jährlich über eine halbe Million Deutsche allein per Charterflug landen, sind es auf dieser Insel in der Nordost-Ägäis gerade einmal siebentausend. Weiterlesen »

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Griechischer Wein, griechische Spirituosen

Von Klaus Bötig | 5.Juli 2011

In einer westkretischen Raki-Destillerie

Ouzo, Metaxa und Retsina gelten im Ausland als die alkoholischen griechischen Nationalgetränke schlechthin. Sie sind auch außerhalb von Griechenlands Grenzen in vielen Spirituosenhandlungen und Supermärkten zu finden. Doch die hellenische Getränkevielfalt ist größer, kann zumindest im Urlaub getestet werden. Weiterlesen »

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Unbekannte Fthiotida

Von Klaus Bötig | 5.Juli 2011

Wo Land und Meer sich durchdringen

Heiße Quellen und schöne Panoramen sind der Trumpf der Fthiodtida

Die Fthiotida war für die meisten Autourlauber bisher ein reines Durchgangsland. Man nahm nicht einmal den für Deutsche schwer auszusprechenden Namen dieser Landschaft war, fährt meist achtlos an ihrer Hauptstadt Lamia nahe der Autobahn Thessaloniki – Athen vorbei. Nur ein Stopp ist obligatorisch: der an den Thermopylen. Hier fand 480 v.Chr. ein für ganz Europa bedeutender Kampf zwischen Spartanern und Persern statt. Den zahlenmäßig weit unterlegenen Griechen gelang es im Gefecht bis zum letzten Mann, die Asiaten für einige Tage auf ihrem Marsch gen Athen aufzuhalten. So konnten sich die Athener organisieren und schließlich die Perser bei Salamis und Platäa schlagen. Heute erinnert ein fotogenes Denkmal an jene historische Schlacht, die vielen Generationen deutscher Gymnasiasten vor allem durch ein von Friedrich Schiller übersetztes Epigramm des antiken Dichters Simonides bekannt wurde: >Wanderer, kommst Du nach Sparta, verkündige dorten, Du habest uns hier liegen gesehen, wie das Gesetz es befahl<..

  Nur ein paar hundert Meter davon liegen heiße, schwefelhaltige Quellen. Sie dampften und sprudelten auch schon in der Antike, verhalfen der Gegend zu ihrem Namen >Heiße Tore<. Hinter der modernen Kuranlage, in der man für wenig Geld im warmen Thermalwasser baden kann, stürzt ein algenbesetzter Wasserfall eine kleine Felswand hinab. Die Luft ist von Dämpfen und Schwefelgeruch erfüllt, Fumarolen steigen aus einem Bach und den umliegenden Feldern auf.

  Heiße Quellen, die zu Kurzwecken genutzt werden, gibt es auch anderswo in der Fthiotida. In ganz Griechenland bekannt sind der direkt am Meer gelegene Kurort Kamena Vourla und die in den Bergen gelegenen Heilbäder Damasta, Loutra Kaitsas, Platystomo und Loutra Ypatis. Hier kann man ganz schnörkellos für wenig Geld kuren und dabei griechische Ursprünglichkeit kennen lernen.

  Auch für den eiligen Autoreisenden lohnt auf jeden Fall die Provinzhauptstadt Lamia mit ihren 46 000 Einwohnern einen Aufenthalt. Hauptsehenswürdigkeit der Stadt, in der der Legende nach der homerische Held Achilles geboren wurde, ist ihre Burg an der Stelle der antiken Akropolis. Teile des Mauerwerks stammen aus dem 13. Jh. Die Gebäude im Innern dienten seit der Zeit Otto I., des ersten neugriechischen Königs, bis zum Zweiten Weltkrieg als Kaserne. Seit 1994 ist im Obergeschoss der Hauptkaserne ein kleines Archäologisches Museum eingerichtet. Es präsentiert sehr anschaulich Schmuck, Waffen und Rüstungsteile aus den letzten beiden vorchristlichen Jahrtausenden und rekonstruierte Dachformen antiker Gebäude.

  Von der Burg aus wird auch der landschaftliche Reiz der Fthiotida gut deutlich. Der Blick fällt über die Dächer der Stadt auf ein weites Schwemmland, das auf drei Seiten von hohen Bergen umgeben ist. Besonders markant sind der 1726 m hohe Othrys und der 2152 m hohe Oiti auf der anderen Seite der Sperchios-Ebene, deren Gipfel oft noch bis in den  Mai hinein schneebedeckt ist. Zur vierten Seite hin öffnet sich das Schwemmland zum Nördlichen Euböischen Golf. Hier durchdringen sich Land und Meer, verschmilzt das Festland mit dem Nordzipfel der Insel Euböa.

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Eine überraschend andere Welt – Komotini und West-Thrakien

Von Klaus Bötig | 5.Juli 2011

Zwischen Minarett und Nachtigall

Strand in der Nähe von Komotini

 

 Das 43 000 Einwohner zählende Komotini, Hauptstadt der Präfektur Rodopi im äußersten Nordosten Griechenlands, ist am besten über den Flughafen von Kavala oder Alexandroupoli zu erreichen. Beide Airports sind jeweils nur 50 km von Komotini entfernt. Da könnte diese ungewöhnliche griechische Stadt durchaus auch ein Wochenendreiseziel werden. Bisher aber hat kein deutscher Reiseveranstalter Komotini, seine unberührten Strände und seine entfernt an den Schwarzwald erinnernde Berglandschaft im Programm.

Komotini ist eine Stadt der Jugend. Über 10 000 Studenten sorgen für stets gut gefüllte Straßencafés und ein reges Musikleben am Abend. Komotini ist aber auch eine Stadt des bunten Völkergemisches. Hier leben Griechen und türkischstämmige Moslems, Roma,  Pomaken und Sarakatsanen friedlich nebeneinander. Junge Mädchen im knappen Mini haben den gleichen griechischen Pass wie ihre Altersgenossinnen mit langem Rock und Kopftuch. Moscheen prägen das Stadtbild ebenso wie orthodoxe christliche Kirchen.  Am Rande des alten Basarviertels, das gerade mit EU-Geldern restauriert wird, stehen die einzige Theologenschule für islamische Muftis, das Imaret aus dem 14. Jh. und die noch immer dem Gebet vorbehaltene Moschee Yeni Dschami fast unmittelbar neben der Bischofskirche aus dem 19. Jh. und dem Denkmal für die 3500 Juden aus Komotini, die 1943 von den Deutschen in Vernichtungslager abtransportiert wurden.

30 km von der Provinzhauptstadt entfernt entwickelt sich das stille Binnendorf Maronia mit seinen schönen Stränden zu einem bescheidenen Tourismuszentrum. Doch außerhalb der griechischen Ferienmonate Juli und August steht seine Handvoll guter Hotels trotz sehr günstiger Preise meist leer. Da hört man in den Strandtavernen und auf den Hotelterrassen noch die Nachtigall singen, kann zusehen, wie der frische Fisch vom Boot in die Küche getragen wird. Hotelier Dimitri führt seine Gäste am liebsten in de Abenddämmerung zur Tropfsteinhöhle, wenn aus ihr scharenweise die Fledermäuse zu ihren nächtlichen Beuteflügen starten. Hotel Georgios, studierter Archäologe, unternimmt mit Interessierten Mountainbiketouren rund um den Berg Ismaros, an dessen Hängen Archäologen die antike Stadt Maroneia frei legen. Er veranstaltet auch Kayak-Touren, hält Equipment für Rock Climber und Spektive für Hobby-Ornithologen bereit – und an seiner Hotelbar die größte Auswahl an Malt Whiskies weit und breit.

Nördlich von Komotini beginnen die Rodopen, das bis zu 1827 m hohe Grenzgebirge zu Bulgarien. Dichte Wälder und liebliche Hügel, ganzjährig Wasser führende Flüsse und weit auseinander liegende, altertümlich wirkende Dörfer bestimmen das Landschaftsbild. Die Rodopen sind noch mehr als die Küsten ein ideales Areal für Entdecker – ob zu Fuß, mit dem Mountainbike oder dem Jeep.

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Ein Urlaubstag in Piräus – Gute Tipps

Von Klaus Bötig | 5.Juli 2011

Das viel besungene Piräus ist mehr als nur die Hafenstadt Athens. Es ist eine kleine Welt für sich. Es lohnt sich, hier einmal einen ganzen Tag zu verbringen. Weiterlesen »

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Griechenland auf den Spuren des Judentums

Von Klaus Bötig | 4.Juli 2011

Wie überall in Europa waren auch in Griechenland bis zum Zweiten Weltkrieg zahlreiche Juden zu Hause. Allein in Thessaloniki lebten beim Einmarsch der deutschen Truppen am 9. April 1941 noch 50 000 von ihnen. 46 000 wurden 1943 in deutsche Vernichtungslager gebracht. Die Spuren des Judentums in Griechenland sind allerdings heute nur noch gering. In Chania auf Kreta und in der Stadt Rhodos stehen zwei alte Synagogen zur Besichtigung offen, weitere Synagogen gibt es in Athen, in Thessaloniki, in Volos und auf Korfu. In Athen und Thessaloniki stehen zwei gute Museen des jüdischen Lebens – und auf Zakinthos erinnert ein Gedenkstein an einen mutigen orthodoxen Bischof, der den zakinthischen Juden das Leben rettete. Weiterlesen »

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Tierschutz in Griechenland – und wie man helfen kann

Von Klaus Bötig | 4.Juli 2011

Um den Tierschutz war es in Griechenland bisher nicht gut bestellt. Vor allem ausländische Tierfreunde sind bislang vor Ort engagiert, nur wenige Griechen aktiv. Sie alle hoffen, dass im Rahmen der nach dem Akropolis-Architekten Kallikrates benannten, gerade begonnenen Verwaltungsreform auch mehr staatliche Hilfen durch Tierschützer in Anspruch genommen werden können. Weiterlesen »

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