Warum Griechenland gerade jetzt – machen Sie mit!
Von Klaus Bötig | 2.Juli 2012
Liebe griechische Freunde, liebe Griechenlandfans in aller Welt!
Ich möchte auf dieser Website eine Aktion für Griechenland starten! Wer in Griechenland lebt, sollte mir ein kurzes oder langes Statement schreiben, warum Urlauber gerade jetzt in seine/ihre Region kommen sollten.
Und deutsche Griechenlandfans sollten schreiben, warum sie gerade jetzt wieder nach Hellas fahren – und wohin.
Ihr könnt euren Beitrag in welcher Sprache auch immer hier als Kommentar posten – oder ihn mir als Email an klaus.boetig@ewetel.net schicken, so dass ich ihn als eigenständigen Blog publizieren kann. Also ran an die Tastatur!
Lasst uns was für Ellada tun!
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2.Juli 2012 at 14:44
Hallo Klaus,
Lasst uns was für Ellada tun! – eine gute Sache. Ich werde darüber in meinen Blogs über Griechenland schreiben, und so etwas mehr Aufmerksamkeit auf dich ziehen.
Gruß Peter
3.Juli 2012 at 08:27
…wann denn sonst?
und wohin?natürlich nach kreta…in den zentralen süden…AGIA GALINI
3.Juli 2012 at 12:20
Hallo Klaus, waren letztes Jahr das erste Mal in Griechenland. Haben oft zu hören bekommen: Wie könnt ihr da noch hinfahren? War uns egal. Kann nur sagen: Chalkidiki mit seinen Fingern ist wunderschön. Also fahren wir dieses Jahr wieder dorthin, 12 Tage Ende September bis Anfang Oktober. Die Griechen selbst waren sehr hilfsbereit, hatten uns verfahren, mit Händen und Füßen wurde der Weg erklärt und wenn man weiterfuhr nochmals in die Richtung gezeigt und gewunken. Keinerlei schlechte Erfahrung gemacht und um wirklich alles zu sehen, müssen wir glaube ich noch einige Jahre unseren Urlaub dort verbringen. Was man nie vergessen darf als Urlauber ist, Griechenland ist nicht Deutschland.
Also nicht meckern, weil vieles nicht so ist wie bei uns, sondern all das genießen was das Land zu bieten hat. Ansonsten: Urlaub in Deutschland machen!!!
Schöne Grüße Casey
3.Juli 2012 at 16:52
Hallo Klaus, hallo liebe Leser,
ich lebe nun seit fast 5 Jahren mit meiner Familie hier auf der Chalkidiki und betreibe dort unser Appartementhotel “Haus Maria”. Viele sprechen uns darauf (gerade alte Bekannte, Freunde aus Deutschland) an, wie wir gerade jetzt nach Griechenland kommen konnten, wo doch jetzt hier alles schlecht sein soll. Nun es ist nichts schlecht hier, im Gegenteil, auf Grund der Krise sind die Leute hier noch gastfreundlicher als sie ohnehin schon sind. Auch wir erleben natürlich die Krise jeden Tag (Geschäfte schliessen, immer mehr junge Leute verlassen das Land und jeden Tag weren neue absurde Steueren erhoben, die leider nur der kleine Mann tragen muß), dies sollte aber keinen Tourist abschrecken nach Griechenland zu kommen, denn gerade jetzt kann man Solidarität zeigen und seinen Urlaub hier verbringen. Wir geben alle hier unser bestes damit die Leute einen schönen Urlaub haben. Auch die Tavernen hier in Potidea versuchen den Touristen wieder ein wenig mehr Griechenland nahe zu bringen, indem sie auch mal wieder traditonelle griechische Küche anbieten oder auch “nur” das klassische Meze (Ouzo/Tzipouro mit Fisch oder Salat) wieder im Repertoir haben.
Die Horrormeldungen der deutschen Presse, welche ich hier auch verfolge, kann ich nicht nachvollziehen. Niemand hier wird verprügelt weil er Deutscher ist und es laufen hier auch keine Skinheads mit Hakenkreuzflaggen über die Strasse. Oder fährt auch niemand mehr in die neuen Bundesländer, weil dort die NPD in den Landtagen vertreten ist????
Ich kann nur sagen, dass jeder der einen schönen Urlaub verbringen will, ist in Griechenland bestens aufgehoben. Gerade jetzt.
Liebe Grüße aus Nea Potidea
Alex & Betty
3.Juli 2012 at 19:00
Wir waren im Mai auf Kreta und überall herzlich willkommen. Es ist richtig die Griechen jetzt zu unterstützen,wo sie so wenig Einnahmen für die Unterhaltung ihrer Familien haben! Wir fahren immer wieder gerne nach AgiaGalini!
3.Juli 2012 at 20:22
Griechenland – was sonst? Was könnte das ersetzen, nichts vermutlich. Ich rede nicht von all-inklusive Urlauben im Hotel, von Urlauben die man in jedem beliebigen Sonnenland reproduzieren könnte, wo man nur am Strand liegt und das Buffet plündert, wenn Essenszeit ist. Ich rede von Urlaub mit allen Sinnen, unterwegs sein, ein Reiseziel erkunden. Die Seele Griechenlands wird keiner erfahren der seinen Urlaub im Hotel verbringt. Das ist austauschbar. Aber es muß ja immer billig sein bei uns Deutschen.
Wer Griechenland erleben will muß “reisewillig” sein, sich aufmachen und das Land kennnen lernen wollen, muß unterwegs sein. Nur dann wird man erleben können, was Griechenland einmalig macht. Und sei es nur das silbrige Schimmern der Blätter von Olivenbäumen, wenn sie der Wind umdreht.
Mach es gut Griechenland, das wünsch ich mir für dich.
4.Juli 2012 at 16:49
Eben damit man selbst sehen kann, dass es absolut nicht so ist, wie es die Medien zeigen. Griechenland ist keine Gefahrenzone, wo man um sein Leben fuerchten muss. Denn wenn man weiterhin Fernsehen schaut, glaubt man das langsam!
Ich lebe seit 16 Jahren in Griechenland und fuehle mich so sicher wie nie. Vor allem auf der Insel Kefalonia, wo ich lebe, geht das Leben weiter wie immer. Und als Tourist bekommt man von der Krise eh nicht viel mit. Im Gegenteil man wird noch freundlicher behandelt, denn die Griechen im Tourismus geben sich natuerlich jetzt mehr Muehe. Auch findet man bessere Preise als einige Jahre zuvor, also eher eine Gelegenheit jetzt zu kommen! Natuerlich hat die Krise die Griechen betroffen, einige sehr hart, aber ich glaube an das Frohgemut der Griechen und dass sie da auch wieder einen Weg rausfinden!!
5.Juli 2012 at 13:47
Warum Griechenland gerade jetzt:
- Weil Politiker und Menschen zwei Paar Schuhe sind und gelebte Solidarität vonnöten ist.
- Weil die Medien nur über die Oberfläche, nicht aber über die Wirklichkeit dahinter berichten.
- Weil Griechenlandfans glücklichere Menschen sind, da sie kein Mittelmaß kennen.
- Weil in Hellas harte Lebenswirklichkeit und Lebenslust schon immer Hand in Hand gingen
- Weil Griechenland einfach eines der schönsten Reiseziele der Welt ist.
5.Juli 2012 at 21:10
Lieber Klaus, liebe Leser,
aufgrund der Recherchen für meinen Kreta-Reiseführer habe ich im letzten Jahr viel Zeit auf Kreta verbracht und bin in diesem Jahr auch schon dreimal auf der Insel gewesen, um Freunde und Verwandte zu besuchen.
Von den entsetzlichen Meldungen in der deutschen Presse war auf Kreta – wie erwartet – nichts zu spüren. Keine Ausschreitungen, keine negativen Bemerkungen oder Vorkommnisse! Bestätigt wurde die griechische Gastfreundschaft auch von vielen deutschen Freunden, die in der ersten Jahreshälfte ihren Urlaub in Griechenland verbracht haben.
Es hat sich also nichts zum Negativen verändert: Gute Laune erzeugende Sonne, kristallklares Meerwasser, traumhafte Strände, einmalige kulturelle Highlights, faszinierende Landschaften, die köstliche griechische Küche und tolle Menschen erwarten gerade jetzt Besucher. Denn, …
1. Die Griechen freuen sich gerade jetzt über jeden Gast und sind gastfreundlicher denn je.
2. Die griechischen Wirte haben gerade jetzt – trotz erhöhter Kosten – die Preise gesenkt.
3. Museen, Ausgrabungsstätten und Strände sind gerade jetzt nicht überfüllt.
4. Die lebensfrohen Griechen brauchen gerade jetzt Freunde, die ihre Begeisterung für Griechenland in der ganzen Welt verbreiten.
5. Hellas ist immer eine Reise wert!
5.Juli 2012 at 21:32
…weil das “Ich habe gesehen” viel mehr wert ist als das “Ich habe gehört” oder das “Ich habe gelesen”…
5.Juli 2012 at 22:52
Absolute punktlandung: das ich habe gesehen! Und das nicht mit RTL-verformten, sondern mit den Augen der eigenen seele
6.Juli 2012 at 16:23
Folgenden Beitrag aus ihrem guten Blog http://www.ikaria.ch stellte mir Ursula Kastanias zur Verfügung:
Wir haben uns getraut! Nein, nein. Ich meine nicht die Nummer mit dem Ja-Wort, damals vor 19 Jahren an diesem herrlichen, sonnig-klaren Herbsttag vor dem Standesamt Hamburg-Altona. Nein, die Rede ist vom 7. April 2012, an dem wir mit dem ollen Opel Astra die Reise nach Griechenland antraten. Griechenland !! Im Frühjahr 2012!! In das vermeintliche Zentrum der ebenso vermeintlichen Krise Europas.
Ich geb es zu: ja, uns war ganz schön mulmig zumute. Nicht wegen der TV-Bilder von brennenden Deutschlandfahnen auf dem Syntagma Platz oder wegen der Bundesmerkel in Naziuniform. Man ist ja nicht doof und weiß, worum es geht im Nachrichtengeschäft: um Interessen, um Propaganda, um Unterhaltung und nur vielleicht -wenn es passt- auch um Information. Besorgt waren wir wegen der Geschichten über die im griechischen Alltag angeblich um sich greifende antideutsche Stimmung oder besser die Stimmung gegen die Deutschen im Land.
Schließlich sollte die lang geplante mehrmonatige Auszeit auf Ikaria einer der Höhepunkte unserer ganz persönlichen 50-er Jahre werden. Und dann das: Deutschen-bashing in greece!? Und womöglich noch mit uns, wo wir doch kaum die 1,70 m an Körpergröße überschreiten und immer so stille-freundlich sind ?
Kaum hatten wir für das nette Häuschen mit Meerblick in Gialiskari zugesagt, flogen sie uns regelrecht an, die Schauergeschichten. Jeden Tag eine neue. Fast so als hätten sie sich verabredet, die Geschichtenerzähler, bei uns hinterm Deich, um es den Flachlandtirolern jetzt endgültig auszutreiben, ihren Ikaria-Fimmel. Erst kam die Geschichte vom dem Deutschen mit Häuschen auf Skiros und den wüsten Schimpfkanonaden, die dieser tagtäglich über sich ergehen lassen musste, wegen der Griechenlandpolitik der Bundesregierung (na ja…). Dann die von dem in Attika lebenden Deutschen, der nun zurückkehre, weil es im Alltag nicht mehr auszuhalten sei (wie jetzt?). Dann berichtete unsere Nachbarin von ihrer seit zehn Jahren auf Kreta lebenden deutschen Freundin mit Olivenpresse, die nun regelrecht geschnitten werde und gar niemand mehr ihre Produkte abnehme (aha). Am nächsten Tag dann die Story mit den Hakenkreuzschmierereien an den Häusern, in denen Deutsche wohnen (oha!). Schließlich als dramaturgischer Höhepunkt: Mit dem Ausdruck tiefen Bedauerns erzählt eine Büro-Kollegin, dass ihre Nachbarn gerade mit Auto in Griechenland unterwegs seien und trotz fester Buchung erst mit drei Tagen Verzögerung auf die Fähre von Piräus gelassen wurden…offensichtlich wegen des falschen Kennzeichens (nein!!).
Ich rief dann Yannis vom Ticketbüro in Piräus an und erwähnte die jüngste Geschichte. Ein wenig versteckt hinter der Frage nach dem Fahrplan. Mit sonorer Stimme erwiderte er zunächst auf Englisch, dass da wohl jemand schlechte Witze mache, schließlich würden sie alle auf uns warten. Es blieb ein wenig undeutlich, ob er mit „alle“ die Griechen in ihrer Gesamtheit oder vielleicht nur die vereinigten Angestellten privater Reisebüros meinte….egal. Yannis wechselte dann in ein fast akzentfreies Deutsch und empörte sich: „Wir sind doch nicht im Krieg!“
Auch das klang überzeugend, irgendwie. Kurzum: wir bestellten die Tickets, reisten problemlos durch Griechenland und fühlen uns nun seit Wochen nur gut auf Ikaria. Natürlich haben die Menschen heute mehr Sorgen als sonst und das geübte Auge kann manch krisenbedingte Veränderung beobachten. Aber freundlich und herzlich gegenüber ihren Gästen sind die Ikarioten allemal und wie eh und je. Selbst zu den Deutschen. Nehmen wir zum Beispiel Petros, den pensionierten Kapitän aus Manganitis, der einem natürlich die zu Beginn jeder Plauderei obligatorische Frage stellt, wo man denn herkomme. Auf die Antwort Yermania tönt einem, verbunden mit einem Klapps auf die Schulter, ein kräftiges „Bravo“ entgegen. Den Gedanken, dass mein persönlicher Einfluss auf die Auswahl meines Geburtslandes tatsächlich eher unbedeutend war, behielt ich für mich.
Nun schämt man sich ein bisschen, dass man sich hat verunsichern lassen und meine Frau und ich beschließen, es einfach niemanden weiterzusagen….
Ikaria, im Mai 2012
Geschrieben von: Holger D. und Jutta W.
Wir fahren seit 20 Jahren nach Griechenland in den Urlaub, die letzten 12 Jahre nach Ikaria. Seit April 2012 verbringen wir eine mehrmonatige Auszeit vom Beruf in Gialiskari, Ikaria.
6.Juli 2012 at 17:32
Ich kam 1994 das erstemal nach Kreta, ich fühlte etwas ganz besonderes in mir, das mich bis heute nicht los ließ, es waren unerklärbare Gefühle, die mich in den Bann zogen (positive ).
Habe nette Menschen kennen gelernt und unsere Freundschaft hält bis heute noch. Mein Traum ist schon immermal für längere Zeit auf Kreta zu leben und diesen Traum erfülle ich mir nächstes Jahr, ich hoffe, daß ich gesund bleibe. Mein Herz schlägt solange ich lebe für mein geliebtes Kreta!
Krise hin oder her, war erst im Mai wieder das erstemal sonst ging ich immer so im Sept. rum. Habe Kreta noch nie so schön erlebt mit ihrer blühenden Natur, war so sehr angetan von der Insel habe so eine schöne Zeit auf Kreta gehabt. Die Menschen sind wie all die anderen Jahre auch, sehr gastfreundlich,ich sage nur, geht nach Kreta, ihr werdet freundlich u. herzlich erwartet. Vielleicht gehe ich im Sept. nochmals ein paar Tage, wenn ich nicht so lange warten kann bis nächstes Jahr. Kalinichta Hanne
7.Juli 2012 at 09:52
Ja, ich kann nur allen oben zustimmen! Schade dass die Medien soviel Macht haben, dass sie die Wirklichkeit so sehr verdrehen koennen. Ich lebe auf Kreta, und sehe nirgends einen Grund sich in Griechenland nicht mehr sicher zu fuehlen. Es gibt wohl in Athen, wie in jeder Grossstadt eben, einen Vorort, indem es schon teilweise nicht mehr so lustig zugeht, aber das bekommt der Tourist ja gar nicht mit.
Und wenn wir Europa sein wollen, muessen wir uns helfen und uns unterstuetzen. Wir leben alle auf einem Planeten, das sollte man vielleicht bei aller Wirtschaftsfuersorge ab und zu bedenken!!!
Und eigentlich lieben wir doch alle die Mentalitaet der Griechen…, waeren vielleicht auch gerne so! Dieses in den Tag leben, sehen was kommt, siga siga…, alles halb so wild…,
Und das erleben Sie zum Glueck immer noch in Griechenland!!!!!!! Also, buchen, und am besten NICHT all inclusive, davon hat das Land so gut wie nix!!! Sas perimenoume!!!! Filakia
8.Juli 2012 at 10:25
Meidien sind im allgemeinen eigentlich Verhunzer.
ich komme schon 30 Jahre nach Rhodos, habe beste Freunde da und inzwischen haben mir diese eine Haus gebaut dass ich am 2.Septemeber 12 beziehen werde.
Ich sehe KEINEN GRUND NICHT nach Griechenland zu fahren.
8.Juli 2012 at 10:26
wie man lesen kann, sind wir Griechenlandfans hier unter uns. Es gibt aber auch keinen Grund, nicht nach GR zu fahren. Ende Mai waren wir 3 Wochen auf Kalymnos, Leros, Lipsi, es war wieder einfach schön. Ich weiß nicht, ob Nachrichten nicht auch manchmal manipuliert werden. Brennende Fahnen oder Hakenkreuze wurden ja vielleicht nach Regieanweisung aufgenommen. Seit selbst beim Fußball in einer Livesendung ältere Aufnahmen (EM, die weinende Frau oder Löw mit Balljunge)reingeschnitten werden, glaube ich keinem Fernsehbild mehr. Da kann man den Kommentar von George “Ich habe gesehen” nur bestätigen.
Wir planen bereits wieder 10 Tage im September, Ziel noch nicht ganz klar, aber auf jeden Fall GR,
deshalb Kalo taxidi an Alle
Klaus
12.Juli 2012 at 21:35
Ich kam zum ersten Mal im Sommer 1984 nach Samos, um hier ein altes Rentnerpaar zu besuchen, die den größten Teil ihres Erwerbslebens in Deutschland verbracht hatte. Schon die Fahrt zu ihrem Dorf durch das Nachtigallental hat mir den Atem geraubt – wie kann Griechenland so grün sein? – und ich dachte spontan: Hier würde ich gern mal für ein paar Jahre leben. In Manolates angekommen, führte mich der alte Kostas durch’s Dorf, zeigte mir die Aussicht auf das Meer mit den Bergen im Rücken und fragte mit strahlenden Augen: Hast du so etwas Schönes schon mal gesehen? Das konnte ich mit “nein” beantworten, war aber dennoch über die Begeisterung eines Einheimischen über sein Dorf überrascht.
Natürlich kam ich wieder, 1990 sogar für drei Jahre mit einem Forschungsauftrag für eine ethnologische Feldstudie. Gleich zu Beginn zeigte mir ein Informant, der nach sieben Jahren in Australien nach Samos zurückgekehrt war, seinen Weinberg auf dem Karvounis, kommentierend: Wer hierher nicht zurückkehrt, wer das seinen Kindern vorenthält, der muss verrückt sein. Ich erinnere mich auch an die Worte des alten Ippokratis, der längst tot ist: Hier wirst du Früchte essen, an die du dich deinen Lebtag erinnerst – falls du wieder weg gehst. An Alldem hat sich überhaupt nichts geändert.
Nun lebe ich seit elf Jahren ohne Unterbrechung auf Samos, bekomme aber immer noch Besuch von Menschen, die zum ersten Mal kommen, und am Telefon fragen, wie denn das Wetter sei, ob das Meer sauber ist und die Leute freundlich sind. Das ist für uns selbstverständlich. Dass sich die Einheimischen mehr als je zuvor um das Wohl der Feriengäste bemühen, wurde schon von Anderen erwähnt. Die Insel hat seit 1984 nichts von ihrem Zauber verloren. Allerdings ändert sich in den letzten Jahren etwas an der Einstellung der Einheimischen. Die Natur wird zunehmend als Ort der Erholung empfunden und dementsprechend geschützt. Tiere werden als Freizeitpartner entdeckt, man geht mit dem Hund im Wald spazieren, man sammelt den Müll vom Strand ab. Die Schritte sind klein, aber unübersehbar und unterstützenswert. Ein Grund mehr, nach Samos zu reisen.
Ich habe meinen Kollegen Nikitas gebeten, einige Gründe zu formulieren, warum man Samos besuchen sollte, und hier kommen seine poetischen Worte:
Du musst Samos besuchen
- um zu hören wie die Kiefern mit dem sommerlichen Meltemi(Nordwind) flüstern
- um in den Most seiner ruhmreichen Geschichte einzutauchen
- um mit dem Ηirten, dem Schiffsbauer oder dem Töpfer süßen Wein aus dem Fass der reinen Gastfreundschaft zu trinken
- um im Dufte des Herbstes neben einer warmen Tresterdestille sanft einzuschlafen
- um zu verstehen, warum Pythagoras die Mathematik mit der Musik, die Philosophie mit der Theologie, die Wirkung mit der Gegenwirkung vermählte
- um sich im Angesicht der rosa-farbenen Abenddämmerung (Souropo) von der gierigen Gegenwart der Welt melancholisch stimmen zu lassen.
Ich bin der Meinung, dass man die Unbill des Alltags auf Samos am besten vergessen kann.
12.Juli 2012 at 23:24
Griechenland – weil sich das, was wir seit vielen Jahren, manche von uns seit Jahrzehnten, in Griechenland schätzen und lieben gelernt haben, nicht verändert hat. Das unbeschreibliche Gefühl, also wenn beim Aussteigen aus dem Flugzeug im Bauch irgendwie die Sektkorken knallen, können mir Politik und Massenmedien einfach nicht wegreden. Die griechische Gastfreundschaft haben wir oftmals, gerne und zumeist im Übermaß genossen, daher sollten wir in der Krise – jetzt erst recht – auch als gute Freunde zu Land und Leuten stehen.
13.Juli 2012 at 08:33
Meine Frau und ich bereisen Griechenland seit nunmehr 30 Jahren. Warum? Weil wir dieses Land und diese Menschen lieben. Weil wir nach jeder dieser Reisen glücklich nach Hause kommen.
Fassungslos haben wir Anfang d. J. die Berichterstattungen in den unsäglichen reisserischen Medien verfolgt, insbesondere da sie von wenig Sachverstand und Ortskenntnis geprägt waren.
Also haben wir uns im Mai wieder auf die Reise gemacht. Athen, Piräus, Astypalaia, Schinoussa, Iraklia.
Was haben wir vorgefunden? Unser Griechenland!
Herzliche und freundliche Menschen, deren Leben allerdings von großen Sorgen und Unsicherheiten über die nahe Zukunft geprägt ist. Aber eines war allen Griechen mit denen wir Kontakt hatten wichtig: Wir als Deutsche waren immer willkommen. Und manchmal hatten wir das Gefühl, dass die Verabschiedungen bei unserer Weiterreise noch herzlicher ausgefallen sind als früher.
Auf den Inseln herrschte allerdings eine viel größere Unsicherheit vor: Wie wird der Sommer, kommen die Festlandsgriechen oder bleiben die Landsleute mangels finanzieller Möglichkeiten zu Hause?
Mir hat ein Inselgrieche bei einem Ouzoabend gesagt: “Warum sollen wir Euch wegen Angela Merkel hassen? Unsere Völker sind seit Jahrzehnten befreundet. Wenn wir Euch hassen sollten, so hätten wir einen ganz anderen Grund und der liegt jetzt 70 Jahre zurück. Was sind dagegen ein paar finanzielle Probleme! Also mein Freund, ich freue mich dass Ihr da seid, sei mein Gast, Jamas!”
Ich hätte heulen können!
An Alle die Griechland lieben, fahrt dahin, gerade jetzt und zeigt unsere Unterstützung und Solidarität.
An alle die erstmals daran denken nach Griechenland zu fahren: Da es derzeit (leider) weniger Tourismus gibt als üblich, werdet Ihr aufmerksame Gastgeber erleben.
An alle die noch zögern, weil die Medienberichte in den Hinterköpfen herumspuken: Lasst Euch nicht von diesen Vollpfosten beirren. Nur weil es auf dem Syntagma-Platz Randale gab?
Oder würdet Ihr einen Urlaub im Allgäu absagen, weil in Berlin-Kreutzberg mal wieder Autos gebrannt haben?
Übrigens, während unseres mehrtägigen Aufenthaltes in Athen haben wir uns so sicher gefühlt wie immer!!!
Und um den Blogger George Nanos weiter oben zu bestätigen: Ja, ich habe selber gesehen!!!
Kalo taxidi
17.Juli 2012 at 20:17
Warum Griechenland gerade jetzt?
Ich war vor einigen Jahren auf Kreta. Gerade eben bin ich zurück von Korfu. Und ich muss sagen: Es war nicht der geringste Unterschied zu spüren!
Die Griechen waren genauso herzlich wie damals.
Das Land war genauso atemberaubend.
Das Meer genauso blau.
Das Essen genauso köstlich.
Die guten Strassen genauso gut.
(Und die schlechten Strassen genauso schlecht
Ich fühlte mich genauso sicher wie damals.
Ich fühlte mich genauso freundlich behandelt.
Ich war genauso glücklich.
Es gibt keine Gründe jetzt nicht zu reisen.
Es gibt nur Gründe jetzt erst Recht zu reisen.
Jetzt hat man besonders viel Platz an den Stränden und in den Tavernen.
Die Politik raubt den Griechen vielleicht ihr Geld. Was kann es da Schöneres geben, als das eigene Geld voller Freude dort im Urlaub auszugeben? So hat jeder was davon. Und ich bin überzeugt: wir Touristen haben am Meisten davon. Denn alles was wir dort erleben können ist eigentlich unbezahlbar!
Cornelia
7.September 2012 at 23:04
Es freut mich zu sehen, dass es überall so viele Griechenland-Fans gibt und diese dem Land auch in dieser schweren Zeit die Treue halten. Auch wir (mein Mann und ich) sind absolute Griechenland-Fans und reisen zweimal im Jahr dorthin. Bevor ich meinen Mann kennenlernte war ich ein absoluter Spanien-Fan. Dann im Jahr 2004 war unser erster gemeinsamer Griechenland Urlaub auf Rhodos. Ich war so begeistert. Alle so herzlich und immer und überall war man willkommen. Ab diesem Zeitpunkt kam nur noch Griechenland als Urlaub in Frage. Inzwischen haben wir schon viele griechische Inseln kennengelernt (3 x Rhodos, Kos, Nissiros, Patmos, Korfu, Zakynthos, Karpathos, 4 x Samos, 8 x Kreta).
Mit Kreta verbindet uns eine ganz große Liebe, da wir dort im September 2008 im Süden in Kalamaki geheiratet haben. Unsere Trauzeugen sind ebenfalls Griechen, die wir dort im Urlaub kennengelernt haben und zu denen wir ein herzliches Verhältnis pflegen. Wir freuen uns jedes Jahr auf unseren Kreta-Urlaub und jetzt geht es bald zum 9. Mal auf unsere geliebte Insel. Mittlerweile sind schöne Freundschaften entstanden und alle freuen sich schon auf ein Wiedersehen. Die negativen Schlagzeilen in den Medien kann ich überhaupt nicht nachvollziehen, im Gegenteil. Im Juni waren wir für 10 Tage auf Samos und haben dort eine solche Gastfreundschaft erlebt, wie man sie sonst nirgendwo erfährt.
Die Griechen sind noch herzlicher und gastfreundlicher geworden, auch wenn viele jeden Tag hart ums Überleben kämpfen müssen. Wir waren sehr traurig darüber, dass schön gelegene Tavernen und auch zahlreiche Geschäfte der Krise nicht standhalten konnten und jetzt geschlossen waren. An den wunderschönen Stränden wo noch 2008 hunderte von Touristen die Sonne und das Meer genossen, waren jetzt noch eine handvoll unentwegter Menschen zu finden. Die Menschen in Griechenland zahlen einen harten Preis für die Negativschlagzeilen in unseren Medien. Dabei arbeiten sie teilweise bis zu 16 Stunden hart am Tag um sich über Wasser zu halten und sind dabei immer noch freundlich, herzlich und soooooo gastfreundlich. Wir werden auch weiterhin nach Griechenland fahren (im nächsten Jahr werden wir mal ein Insel-Hüpf-Trip machen – 4 Inseln in 14 Tagen = Santorini, Naxos, Paros, Mykonos), egal was geredet wird und wie negativ teilweise Freunde, Bekannte und Kollegen auch reden. Wer selber dort hinfährt, wird vom Gegenteil überzeugt werden.
Wer sich im Urlaub allerdings nur in seinem All-inklusive-Hotel und am Strand aufhält, wird die Herzlichkeit und Gastfreundlichkeit der Griechen niemals kennenlernen. Auf eigene Faust die Landschaft erkunden, in abgelegene Bergdörfer fahren und dort Urlaub machen wo der All-inklusive-Urlauber nie hinkommt, das ist das echte Griechenland. Wir lieben Kreta und fühlen uns dort einfach rundum wohl. An dieser Stelle ganz liebe Grüße an Maria & Manousos von der Taverne „Pelagos“ in Kalamaki, an Michail (unseren Trauzeugen) und seine Eltern Mary & Nikos „Kiknos Studios“ (wo wir jedes Mal eine wundervolle Unterkunft mit Familienanschluss haben), Judith (unsere Trauzeugin) und ihr Mann Thanasis von „Kalamaki Rent Motors“, an Yannis (unseren lieben Taxifahrer), an Alexandra & Jakoumis unsere lieben Strandbarbesitzer in Kokkari auf Samos und an Charlie unseren Hotelwirt vom „Long Beach“ in Kokkari auf Samos. Ihr werdet die Krise meistern, wir halten euch die Treue. Wenn nicht Griechenland – dann lieber gar keinen Urlaub.