Fähren in Griechenland

Inselhüpfen leicht gemacht

Griechenland hat eines der dichtesten Fährnetze der Welt. Ohne Fähren wäre das Inselhüpfen unmöglich. Klaus Bötig verbrachte unzählige Stunden auf griechischen Fähren – von der kleinen Personenfähre bis zum modernen Highspeed-Katamaran.

Fährtypen in Griechenland

  • Konventionelle Fähren: Langsam aber günstig, mit Kabinen für Nachtfahrten
  • Highspeed-Fähren: Schnelle Katamarane, teurer, bei Wellengang eingeschränkt
  • Kleine Fähren: Lokale Verbindungen zwischen Nachbarinseln
  • Flying Dolphins: Tragflächenboote für kurze Strecken

Wichtige Fährhäfen

Piräus – Das Drehkreuz

Piräus ist der größte Passagierhafen Europas und Ausgangspunkt für fast alle Inseln. Der Hafen ist riesig – 12 Anlegestellen (Gates), jede für andere Routen. Kykladen fahren meist ab Gate E6-E7, Kreta ab E3, Dodekanes ab E1. Die Metro-Linie 1 bringt Sie in 25 Minuten vom Athener Zentrum zum Hafen.

Rafina – Die schnelle Alternative

Rafina liegt nur 30 Minuten vom Athener Flughafen entfernt und ist die bessere Wahl, wenn Sie direkt auf die Kykladen wollen. Schnellfähren nach Mykonos brauchen von hier nur 2,5 Stunden statt 4,5 ab Piräus. Nachteil: Weniger Verbindungen und keine Metro-Anbindung.

Weitere Häfen

  • Lavrio: Alternative für die südlichen Kykladen (Kea, Kythnos). Kleiner, ruhiger, näher am Kap Sounion.
  • Igoumenitsa: Tor zu den Ionischen Inseln und zu den Italien-Fähren (Ancona, Bari, Venedig).
  • Heraklion & Chania: Kretas zwei Häfen. Nachtfähren ab Piräus (8-9 Stunden) sind eine beliebte Alternative zum Fliegen.
  • Patras: Wichtigster Hafen am Peloponnes, vor allem für Fähren nach Italien und die Ionischen Inseln.

Buchung und Tickets

Tickets können online, am Hafen oder in Reisebüros gekauft werden. In der Hochsaison (Juli/August) ist Vorausbuchung für beliebte Strecken empfehlenswert – besonders für Schnellfähren nach Santorin und Mykonos. Für Autos ist Reservierung oft Pflicht.

Online-Portale wie Ferries.gr und DirectFerries vergleichen die Reedereien. Die großen griechischen Anbieter sind Blue Star Ferries (konventionell, zuverlässig), SeaJets (schnell, teurer) und Hellenic Seaways. Tickets sind oft günstiger, wenn Sie direkt bei der Reederei buchen statt über Vergleichsportale.

Saisonale Unterschiede

Das Fährangebot schwankt stark nach Jahreszeit. Im Sommer fahren mehrere Fähren täglich auf den Hauptrouten. Im Winter schrumpft der Fahrplan drastisch – manche Inseln werden nur noch zwei- bis dreimal pro Woche angefahren. Die beste Reisezeit für Inselhüpfen ist Mai bis Oktober, wenn alle Routen bedient werden.

Zwischen November und März sollten Sie Ihren Zeitplan großzügig gestalten. Winterstürme können Fähren tagelang im Hafen halten – besonders auf den offenen Kykladen-Routen. Die geschützteren Ionischen Inseln und die Dodekanes-Route sind weniger betroffen.

Tipps fürs Inselhüpfen

  • Flexible Planung: Fähren können bei Sturm ausfallen – besonders der Meltemi im Juli/August trifft die Kykladen. Planen Sie immer einen Puffertag ein.
  • Nie am Ankunftstag fliegen: Buchen Sie den Rückflug nie am selben Tag wie die letzte Fähre. Eine Nacht in Athen oder Rafina ist die beste Versicherung.
  • Deck-Klasse reicht: Bei Tagesfahrten unter 5 Stunden ist eine Kabine unnötig. Auf dem Außendeck sehen Sie mehr und sparen Geld.
  • Proviant mitnehmen: Bordrestaurants sind teuer und die Auswahl begrenzt. Auf dem Viktualienmarkt in Piräus können Sie sich gut eindecken.
  • Früh am Hafen sein: 30-60 Minuten vor Abfahrt, mit Auto mindestens 90 Minuten. In Piräus ist das richtige Gate zu finden manchmal die halbe Herausforderung.

Verwandte Artikel

Inselhüpfen Ionisches Meer

Inselhüpfen Ionisches Meer

Von Korfu bis Zakynthos mit der Fähre.

Weiterlesen →