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Ostsee-Kreuzfahrt auf der AIDAvita – Ein Tagebuch

Von Klaus Bötig | 23.Mai 2016

Bisher waren Kreuzfahrten gar nicht mein Ding, wie jeder sieht, wenn er ein wenig in meinen Blogs herumstöbert. Und jetzt bin ich schon seit 42 Stunden mit der AIDAvita unterwegs – auf einer 14-tägigen Ostsee-Kreuzfahrt von Kiel über Visby, Stockholm, Mariehamn, St. Petersburg, Tallin, Riga, Klaipeda und Gdansk zurück nach Kiel. Ich bin anonym an Bord und habe die Reise – anders als viele meiner Kollegen Reisejournalisten und -Blogger – selbst in voller Höhe bezahlt. Wie immer arbeite ich im Blog ohne Fotos – die finden meine Friends auf Facebook…

Samstag, 21.6.2016: Bei der Ankunft am Kieler Ostseekai freue ich mich erst einmal. Direkt neben unserem Schiff hat TUI Mein Schiff 4 festgemacht – und erweckt bei mir den Eindruck von sozialem Wohnungsbau auf See. Daneben sieht unser Dampfer klein und schnittig aus und wie ein richtiges Schiff…
Der Check-in wird drei Stunden später beginnen als geplant; wir sind darüber aber schon gestern per SMS informiert worden. In der zweiten Hälfte der vorangegangenen Reise hatte sich ein Magen-Darm-Virus zu den Passagieren gesellt. In den “Kieler Nachrichten” von heute steht, 5 bis 6 Passagiere seien betroffen gewesen. An Bord werde ich später von einem Crewmitglied hören, es seien mehrere Dutzend gewesen. Spricht für gute PR-Arbeit der Reederei und schlechten Verlautbarungsjournalismus.
Um 16.30 Uhr checken wir ein. Wartezeit in der Schlange etwa 6 Minuten. Security Check ohne Wartezeit, Passkontrolle findet nicht statt. Wir können direkt in unsere Kabine, das Gepäck steht schon vor der Tür. Bestnote für die Organisation.
Wir haben für uns drei nominell Erwachsene eine Doppelkabine mit Zusatzbett gebucht. Das hat den Reisepreis pro Person pro Kopf um ca. 25% gesenkt. Die Kabine ist für uns geräumig genug, Schrankplatz ist ausreichend vorhanden. Wir sind angenehm überrascht.
Erster schneller Preise-Check: Getränkepreise normal (großes Weizen 3,90, Mojito 7,50), Schachtel Zigaretten 3,90. Sehr hoch jedoch die Preise für Wellness, Internet und organisierte Landausflüge. Details dazu später.
Erstes Ziel nach dem Abendessen: Die Ocean Bar am Heck auf Deck 7. Da merkt man nichts mehr von 1000 Passagieren an Bord, hat nur noch das Meer vor sich. Und auf dieser Reise Rinchie hinterm Tresen. Sie stammt aus einem Dorf dicht an der burmesischen Grenze, spricht gut und viel Englisch, liebt ihren Job und erzählt gern von ihrer Heimat. Sie gehört einer kleinen ethnischen Minderheit mit eigener Sprache an. Ich frage sie, ob diese Sprache auch eine eigene Schrift hat. Ja, sagt sie stolz, das hätten ihr die alten Dorfbewohner berichtet. Doch man hat sie auf Leder geschrieben – und eines Tages hätten Hunde alle Schriftleder gefressen. Seitdem beherrsche niemand mehr diese Schrift…
Ich gehe mehr als happy in die Koje. Mit jemandem an Bord, der solche Geschichten erzählt, fühle ich mich fast wie in Hellas.

Sonntag, 22.06.2016. Ein voller, sonnenreicher Tag auf spiegelglatter See. Viel Zeit, um das Schiff ausgiebig zu erkunden, mit erfahrenen Kreuzfahrern zu sprechen – und natürlich Rinchies Geschichten zu lauschen. Und um raus zu schauen. Links sind heute die Kreidefelsen von Mön zu sehen, rechts bald darauf Kap Arkona und die Kreidefelsen von Rügen. Dann werden Wallanders Ystad und lange Bornholm passiert, am späten Nachmittag ist links Öland schemenhaft zu erkennen.

Mittwoch, 25.06.2016: Da der Internetzugang an Bord höllisch teuer ist und die Zeit an Land zu kostbar, wird das Tagebuch erst am Montag aus Riga fortgesetzt, natürlich auch mit den schon dann zurückliegenden Reisetagen. Sorry…
Jetzt sitze ich gerade auf der Terrasse des Hotels Adlon direkt gegenüber vom Anleger. Hier gibt es das schnellste WLAN der Stadt – kostenlos und ohne Passwort. Bier freilich ist hier so teuer wie überall in Finnland: der halbe Liter vom Fass 7,80 €.

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Griechenland für Anfänger – So wird Ihr Urlaub ein voller Erfolg!

Von Klaus Bötig | 20.Mai 2016

Griechenland ist nicht wie Spanien oder gar der Bayerische Wald. Deswegen fahren wir ja immer wieder hin. Manchmal kommt es aber leider auch in Hellas zu kleinen Verstimmungen des Urlauberherzens. Meist resultieren sie aus mangelndem Verständnis füreinander oder aus Unzulänglichkeiten, die nur eine Seite als solche empfindet.

„Das geht ja gut los“, denkt so mancher, wenn er in den Sommermonaten gleich nach der Landung auf einer der großen Urlaubsinseln überlange aufs Gepäck warten muss. Und auch vor dem Rückflug ist es meistens kaum besser: Da winden sich die Warteschlangen vor den Check in-Countern durch die Abflughallen, dass kaum noch ein Durchkommen ist, und setzen sich manchmal sogar nach draußen in die pralle Sonne fort. In diesem Fall hilft nur Verständnis: In Terminals wie denen von Iraklio, Chania, Kos, Korfu oder Rhodos herrscht sechs Monate im Jahr meist gähnende Leere – und im Sommer fallen dann die Touristen wie Heuschreckenschwärme fast im Drei-Minuten-Takt ein. Da muss man in der Größe der Terminals den Kompromiss zwischen Bequemlichkeit und Wirtschaftlichkeit ganz einfach akzeptieren. Weiterlesen »

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Vom Homo erectus zum Homo cosmicus – Ein privates Museum auf Kreta

Von Klaus Bötig | 20.Mai 2016

Für Giórgos Petrákis war der erste Mensch auf dem Mond das zentrale Lebensereignis. Er war 1969 erst 16 Jahre alt, als Neil Armstrong am 21. Juli um 4.56 Uhr griechischer Zeit seinen Fuß auf den Erdtrabanten setzte. Sein Großvater hatte ihn extra geweckt, damit er das Ereignis am Schwarz-weiß-Bildschirm mitverfolgen konnte. Giórgos wurde in diesem Moment eins schlagartig klar: >Hier erobert kein Einzelner den Weltraum für sich – hier vollziehen wir Alle einen Riesenschritt in der Menschheitsgeschichte<. Die Beschäftigung mit der Menschheitsgeschichte wurde zu seinem Hobby, ein >Museum of Mankind< zu seinem Lebenstraum. Den hat er inzwischen in langwieriger Eigenarbeit verwirklicht. Weiterlesen »

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Tolles Buch für sensible Kreta-Fans

Von Klaus Bötig | 17.Mai 2016

Von all den Büchern, die ich über Kreta geschrieben habe, ist mir dies hier das liebste:

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Archäologisches Museum Rethimno 2016

Von Klaus Bötig | 12.Mai 2016

Das bisherige Archäologische Museum im Festungsbau gegenüber dem Eingang zur Fortezza ist für immer geschlossen. Ein Neubau ist geplant – Fertigstellung steht in den Sternen, aber wohl kaum vor 2020. Bis dahin werden einige der schönsten Museumsobjekte ab Mitte Juni 2016 in der Kirche San Francesco in der Altstadt ausgestellt werden. Geöffnet voraussichtlich montags bis freitags von 8-15 Uhr, Eintritt voraussichtlich 2 Euro.

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Porträt einer jungen Griechin: Der Sommer wird der Psyche helfen

Von Klaus Bötig | 10.Mai 2016

>Geldmangel isoliert<, stellt Celia fest. Die 35-jährige, geboren in der Region ums westgriechische Preveza, ist wie so viele ihrer griechischen Altersgenossinnen arbeitslos und kann kaum noch ausgehen. Dabei fing alles so gut an: Super-Abitur mit 18, anschließend Psychologiestudium in England. An den ersten Morgen dort erinnert sie sich schaudernd noch gut: >Als ich in Lancaster morgens um 10 erwachte, war es draußen so dunkel, als wäre es schon bald wieder Nacht. Aufs Tageslicht hab’ ich vergeblich gewartet.< Lange hielt sie durch, jobbte und betreute Kinder. Eine Anstellung als Psychologin ergatterte sie trotz guter Examensnoten nicht. Bekam, wie sie sagt, schließlich aus Sonnenmangel Depressionen und des englischen Essens wegen Hautprobleme. Litt darunter, dass viele Briten in ihrem Land lebende Griechen grundsätzlich als Wirte und Kellner oder gar Putzhilfen einstuften. Und ging 2013 endgültig nach Griechenland zurück. Bald lernte sie einen griechischen Musiker kennen, zog mit ihm die Mittelmeerküste Richtung Westen entlang. Das war eine gute Zeit. Doch die Beziehung ging in die Brüche – auch, weil sie ihm zwangsläufig auf der Tasche lag. Sie kehrte nach Athen zurück. Noch einmal zurück in die Provinz nach Preveza? Nein, das kam für Celia nicht in Frage. Weiterlesen »

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Eintrittspreise Kreta 2016

Von Klaus Bötig | 10.Mai 2016

Knossos/Kreta 15 Euro (Kombi-Ticket mit Archäologischem Museum Iraklion 16 Euro)

Archäologisches Museum Iraklion/Kreta 10 Euro (Kombi-Ticket mit Knossos 16 Euro)

Museum christlicher Kunst in der Agia Aikaterini 4 Euro

Naturhistorisches Museum Iraklion mit Erdbebensimulator 9 Euro

Festos/Kreta 8 Euro, Agia Triada 4 Euro, kein Kombiticket mehr

Spinalonga/Kreta 8 Euro Weiterlesen »

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Zutrittsbeschränkungen für Kretas Chrissi Island?

Von Klaus Bötig | 2.Mai 2016

Bastian Parschau berichtet: Vor der Südküste Kretas liegt die kleine, unbewohnte Insel Chrissi. Täglich fahren von Ierapetra aus mehrere Ausflugsschiffe für ein Spottgeld hinüber, Ausflüge dorthin werden auch in zahlreichen Pauschalurlaubshotels an der Nordküste für teures Geld verkauft. Jetzt soll das Eiland, auf dem es nur eine Taverne und eine Beach Bar sowie viel schützenswerte Dünenlandschaft gibt, vor dem Zertrampeln bewahrt werden. Ein Gutachten des Naturhistorischen Museums von Iraklion nennt 1300 Besucher/Tag als wünschenswerte Obergrenze, ein anderes sogar nur 800. Jetzt hat die Stadtverwaltung von Ierapetra eine Limitierung auf 1500 Besucher/Tag verabschiedet. Weiterlesen »

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