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Die Insel Chios

Von Klaus Bötig | 21.September 2015

Pure Geometrie umfängt die Menschen in den Kafenia auf dem Dorfplatz von Pyrgi auf Chios. Auch Gottes Haus an der Platia zeigt sich ganz in Kratzputz gehüllt. Dreiecke, Rhomben, Rechtecke und Ellipsen in Grau und in Weiß zieren alle Fassaden und den Kirchturm. Pythagoras, der ja auf der Nachbarinsel Samos lebte, hätte sicherlich seine Freude daran. >Xysta< nennen die Griechen jene Sgraffiti-Technik, die wohl in genuesischer Zeit nach Chios kam. Genua herrschte von 1436 bis 1566 über Griechenlands fünftgrößte Insel.

Die Xysta, bei denen zunächst die Fassaden in zwei Schichten – erst dunkler Sand, dann weißer Kalk -  verputzt und dann aus der oberen Putzschicht die Muster herausgekratzt werden, mögen genuesischen Ursprungs sein. Dafür hat Chios Genua etwas viel wertvolleres geschenkt: Christoforo Colombo, den Entdecker Amerikas. Das meinen zumindest viele Hellenen. Kolumbus wurde nach offizieller Version zwar 1451 in Genua geboren, aber zur Stadtrepublik gehörte damals eben auch Chios. Die ausländischen Biographen waren eben nicht exakt genug – und darum können die Chioten jetzt auch in Pyrgi das Geburtshaus des großen Seefahrers zeigen.

Dorfrundgang in Pyrgi

Sich von der Platia in Pyrgi zu lösen, fällt schwer. Akazien beschatten die Tische und Stühle der Kaffeehäuser, Pappades sitzen herum, fahrende Händler bieten den Dorfbewohnern lautstark Obst, Gemüse und Fisch, Haushaltswaren, Textilien und Schuhe zum Kauf an. Aber es lohnt sich aufzustehen und durchs Dorf zu wandern. Im Hochsommer sitzen Frauen vor den Häusern und ziehen kleine Tomaten auf Schnüre, die dann neben Knoblauchzöpfen, Kräutersträußchen und Käsesäckchen an den schmiedeeisernen Balkongeländern und an den Hauswänden trocknen. Vom Herbst bis zum Frühjahr sitzen vor allem ältere Frauen bei Sonnenschein vor ihren Häusern, um die Mastixtränen von Verunreinigungen zu säubern. Fremde werden hin und wieder aufgefordert, sich doch ein paar der Mastixtränen in den Mund zu stecken – und so mancher lässt eine Plombe in Pyrgi.

Auch historische Sehenswürdigkeiten hat Pyrgi zu bieten. Vom Hauptplatz führt ein 16 m langes Gewölbe zur versteckt gelegenen Kirche Agii Apostoli aus dem 14. Jh. mit sehr gut erhaltenen Wandmalereien aus dem Jahr 1665. Sie verraten Einflüsse des >Kretischen Stils<, dessen Vertreter Elemente der italienischen Renaissance-Kunst aufnahmen. Das zeigt sich sehr schön an der ungewöhnlich hohen Figurenzahl bei der Darstellung der Hadesfahrt Christi links oben im Naos oder auch bei der Apostelkommunion in der Apsis, bei der Christus im Gegensatz zur byzantinischen Tradition nicht zweimal, sondern nur einmal Brot und Wein zugleich statt getrennt auszuteilend dargestellt ist. Andererseits bleibt der Maler auch vielen Prinzipien der byzantinischen Kunst treu, was sehr schön bei der Szene Christi Verklärung zu erkennen ist. Hier wird die erzählende Perspektive gewahrt, die es erlaubt, mehrere nicht zeitgleiche Ereignisse in einem Bild zu vereinen: die Besteigung des Berges Tabor, die eigentliche Verklärung und den Abstieg vom Berg.

Schließlich kann man in Pyrgi noch eine originale Fliehburg aus genuesischer Zeit sehen, wie sie einst im Zentrum eines jeden befestigten Dorfes im Süden von Chios  standen. Der nahezu quadratische, dreigeschossige Bau erreicht bei einer Wandstärke von 180 cm eine Höhe von stolzen 18 m. Er war zusätzlich in geringem Abstand durch eine von auf der Außenseite nahezu fensterlosen Wohnhäusern der Bauern gebildete Schutzmauer mit vier runden Ecktürmen gesichert, von denen zwei noch gut erhalten sind.

Mittelalter pur – Mesta

Dieses Prinzip ist im Nachbardorf Mesta noch sehr viel deutlicher zu erkennen. Mesta darf als zweites Juwel unter den Dörfern im Süden von Chios gelten. Es wirkt wie ein Flecken aus einer längst vergangenen Welt. Eindeutig bilden Wohnhäuser die vollständig erhaltene Stadtmauer. An den Ecken stehen zusätzlich massive Rundtürme. Eine schmale Straße führt heute an dieser Stadtmauer entlang rund ums Dorf, in das nur zwei kaum erkennbare Tore hineinführen. “Exit”-Wegweiser helfen heute Touristen, wieder herauszufinden. Die schmalen, gekrümmten Gassen münden auf eine Platia, die der ganz anders gestalteten von Pyrgi an Schönheit nicht nachsteht. Die Gassen sind oft mit Wohnräumen überbaut, so dass sich lange, dunkle Passagen bilden, die an die Kasbahs und Ksar genannten Wehrdörfer im Süden Marokkos erinnern. An einigen Stellen überspannen Aussteifungsbögen die Gassen wie zuhauf in der Altstadt von Rhodos.

Für Höhe und Breite der Verkehrswege im Dorf war ein beladenes Maultier das Maß aller Dinge. Für den <Grundriss des Ortes war die Bedrohung durch Türken und Piraten ausschlaggebend. Sackgassen sollten ins Dorf eingedrungene Feinde in die Falle locken, Schießscharten in Hausmauern ihre Bekämpfung ermöglichen. Die Häuser haben flache Terrassendächer, die – allesamt miteinander verbunden – den Bewohnern eine zweite Bewegungsebene über den ins Dorf eingedrungenen Feinden boten. Die nahezu ausnahmslos zweigeschossigen Häuser sind ohne Holzkonstruktion massiv aufgemauert. Außentreppen fehlen völlig. Im Erdgeschoss, in dem Vieh und Vorräte untergebracht waren, befand sich ein Brunnen. Die Wohnräume im Obergeschoss gingen von einem winzigen Atrium aus, von dem Stufen aufs Dach hinaufführten. Mesta ist keine Ansammlung von Einzelbauten wie heutige griechische Dörfer, sondern eine labyrinthische Wehrsiedlung, die städtebauliche Planung verrät.

Mastix als Lebensversicherung

Dass die Genueser soviel Mühe und Geld in den Schutz dieser und vieler weiterer Dörfer im Süden von Chios investierten und auch die von 1566-1912 die Insel regierenden Osmanen sie unbehelligt ließen, hatte einen einzigen Grund. Nur in dieser Region und sonst nirgends auf der Welt gedeiht eine Varietät des im Mittelmeerraum weit verbreiteten Mastixstrauches, die dem Menschen ein wertvolles Harz mit vielerlei Verwendungszwecken schenkt. Mastichochoria, Mastixdörfer, ist denn auch die gängige Bezeichnung für diese Region.

Auf Chios hat der Mastix keine Strauch-, sondern Baumform. Im August 2012 wurden bei einem mehrtägigen Flächenbrand zwar rund 30% dieser Bäume vernichtet, doch die verbliebenen 1,4 Mio. Bäume dieses Pistaziengewächses liefern immer noch genug Harz, um die Bauern gut zu nähren. Sie sind in einer Kooperative vereinigt, die die gesamten Vermarktungsrechte exklusiv besitzt und die ihre Arbeit schon seit Jahrzehnten gut erledigt. Ursprünglich wurde destilliertes Mastixöl für die Herstellung von Kolophonium, für hochwertige Lacke, zur Beimengung an Räucherstoffe und in Parfums, zum Aromatisieren von Brot und Speiseeis, Suppen und Käser verwandt. Im Osmanischen Reich war es als natürliches Kaugummi und zum Aromatisieren von Konfekt so beliebt, dass der Sultan Ärger mit seinen Haremsdamen bekommen hätte, hätte er die Mastixdörfer zerstört und die Mastixbauern getötet. Inzwischen hat man viele neue Verwertungsformen gefunden, mischt Mastix Zahnpasten, Badeöl und Kosmetika bei, verwendet es als Stabilisator für Textilfarben und als Zusatzstoff für Flugzeugreifen. Als Schnaps und Likör ist >Masticha< in Hellas in den letzten Jahren zum Kultgetränk der Jugend und der Schickeria geworden, fast jeder Barkeeper in Luxushotels hat seine Masticha-Cocktails kreiert.

Im Süden von Mastix trinkt man ihn freilich immer noch überwiegend als Digestif. Große Hotels gibt es hier nicht, trendige Bars ebenso wenig. Die Region ist bäuerlich-ländlich geblieben. Wer hier Urlaub machen will, wohnt in kleinen Pensionen in historischen Häusern inmitten der alten Dörfer, wandert gern und begnügt sich mit Kieselsteinstränden wie denen von Agia Dinami, Mavrovolia oder Vroulidia. Besonders idyllisch ist der von Agios Ioannis bei Flatsio, wo eine gute Fischtaverne ihre Tische auf einer Terrasse direkt über dem Meer und gleich neben der Kapelle des hl. Johannes aufgestellt hat. Da verbringt man wahrhaft noch seinen Urlaub unter Griechen.

Inselmitte und Inselnorden

Chios gilt als Heimat des Homer. Spuren hat er auf der Insel nicht hinterlassen. Sehenswertes gibt es dennoch genug: Genuesische Burgen, wilde Berglandschaften, Orangenhaine hinter hohen Mauern,  viele mittelalterliche Kirchlein, ein Geisterdorf und goldglänzende mittelbyzantinische Mosaike im Kloster Nea Moni.

Die Inselhauptstadt von Chios hat sich ganz Kleinasien zugewandt. Das türkische Cesme liegt schräg gegenüber, moderne Fähren brauchen nur 45 Minuten hinüber. Das hilft Chios in den jetzigen Krisenzeiten: Das ganze Sommerhalbjahr über kommen täglich Hunderte von türkischen Kurzurlaubern auf die griechische Insel herüber und lassen hier viel Geld. Kein Wunder, dass viele Tavernen inzwischen schon über Speisekarten auf Türkisch verfügen.

Die Inselhauptstadt

Chios unterhielt außer in den letzten 100 Jahren immer enge Verbindungen zu Kleinasien. Von hier kamen die Häute, die in den großen Gerbereien der Inseln weiterverarbeitet wurden, ins Ottomanische Reich wurde ein Großteil des Mastix aus dem Inselsüden exportiert (GZ Nr. xxx).Von den Gerbereien zeugen heute nur noch leerstehende Hallen nahe den drei jetzt im Meer stehenden Mühlen im Norden der Stadt, von der Anwesenheit der Türken auf der Insel Reste eines türkischen Friedhofs, die Ruinen eines Hamam, ein marmorner Brunnen aus dem Jahr 1768 und die Bairakli-Moschee, die noch Anfang des 20. Jh. errichtet wurde, als die osmanische Herrschaft über die Insel schon fast Vergangenheit war. An historischen Bauten ist die Inselmetropole ansonsten arm: die Mauern des ehemaligen Kastros sind kümmerlich, nur die Korais-Bibliothek von Bedeutung. 1792 gegründet, wurde sie schnell zu einem Sammelpunkt von Griechen aus dem ganzen Osmanischen Reich, die hier Studien betrieben und ein neugriechisches Selbstverständnis zu etablieren.

Der Kambos

Nähert man sich der Stadt von See her, wirkt sie wie eine Oase zwischen steil auf nahezu 800 m Höhe ansteigenden, fast völlig kahlen Gebirgshängen und dem Meer. Nur nach Südwesten hin wird die Landschaft etwas lieblicher, deutet sich der 7 km lange und 2 km breite Kambos an, eine der fruchtbarsten Ebenen der Ägäis. Zwei jetzt nur noch im Winter Wasser führende Bäche und reichlich Grundwasser dicht unter der Oberfläche ermöglichten schon in der Zeit der genuesischen Herrschaft über die Insel (1346-1566) eine intensive wirtschaftliche Nutzung. Hinter hohen Mauern wurden Obst und vor allem Zitrusfrüchte angebaut. Im Kambos wohnten nie gewöhnliche Bauern. Hier teilten sich genuesische Kaufleute und byzantinische Bauern sowie reiche Chioten etwa 200 Latifundien. Um keine Anbaufläche zu verschenken, drängten sie die acht Dörfer der einfachen Bevölkerung, die Kambochoria, an den wasserärmeren Rand der Ebene. Die Oberschicht ließ sich auf ihren Grundstücken zunächst festungsartige Wehrtürme, sogenannten Pyrgoi, erbauen. Im 17. und 18. Jh. nahm man ihnen den wehrhaften Charakter weitgehend und gestaltete sie wohnlicher. Im Erdgeschoss lagen nun die Wirtschaft- und Lagerräume, im Obergeschoss lebte man und empfing Gäste. Mehrere dieser alten Gutshöfe fungieren jetzt als stimmungsvolle Pensionen oder gar stilvolle Hotels bis hin zur Luxusklasse, andere beherbergen schöne Tavernen. Hier zu Fuß zu gehen, ist ein Vergnügen: Außer Orangen, Zitronen und Mandarinen wachsen hier auch Pinien, Palmen, Opuntien, Linden und Walnussbäume; Hibiskus und Bougainvilleen tauchen Mauern und Hauswände in eine üppige Blütenpracht.

Mosaike von Weltrang

In den Bergen westlich der Inselhauptstadt verbirgt sich eine der kunsthistorisch bedeutendsten und atmosphärisch dichtesten Sehenswürdigkeiten der Insel, das mittelalterliche Kloster Nea Moni. Gleich links vom Klostertor birgt eine kleine Kapelle in simplen Vitrinen die Schädel zahlreicher Mönche, Frauen und Kinder, die am Karfreitag 1822 von türkischen Truppen hier im Kloster ermordet wurden. An jenem Tag hatten etwa 3500 Frauen und Kinder bei den damals 600 im Kloster lebenden Mönchen Schutz vor den Truppen des Sultans gesucht. Niemand überlebte. Der besondere Klosterschatz sind seine mittelbyzantinischen Mosaike mit Goldhintergrund aus dem 11. Jh. Es lohnt, sie eingehend zu betrachten. Anders als in anderen Kulturen sind byzantinische Mosaike ja keine in Steinchen umgesetzte Malerei, sondern stellen eine Kunstform mit eigenen, nur ihr immanenten Ausdrucksmöglichkeiten dar. Ansprüche orthodoxer Theologie an die bildhafte Darstellung christlicher Themen vermögen sie wie keine andere Kunstform umzusetzen. Die großen Goldflächen fangen das Licht auf und geben es an den Raum zurück. Damit gewinnt das Licht eine andere Qualität, geht als >Sendelicht< von Christus und den heiligen Gestalten aus.

Ferien- und Geisterdorf

Zwischen dem Kloster Nea Moni und der Westküste der Insel liegen zwei einsame Dörfer. Eins von ihnen, Avgonyma, wird gerade wiederbelebt, das andere, Anavatos, verharrt seit über 100 Jahren als Geisterdorf auf und am Hang eines kahlen Felsrückens. Wer hier vom kleinen Kafenio am unteren Dorfende zur einstigen Fliehburg am höchsten Punkt hinauf wandert, blickt nur in leere Haushülsen, die ihrer Schauerlichkeit wegen in Erinnerung bleiben. Das auf einem kleinen Bergplateau gelegene Anavatos war noch Anfang der 1990er Jahre fast ebenso verlassen, mehr als eine fast immer gähnend leere Taverne gab es dort nicht. Dann entdeckten ein paar aus dem Dorf stammende Städter die Schönheit ihrer alten Heimat wieder und begannen, ihre alten Häuser Sommersitz zu restaurieren. Schließlich hatten zwei Männer den Mut, fremde alte Häuser aufzukaufen und als Ferienhäuser für Urlauber herzurichten. Jetzt ist Avgonyma wieder den ganzen Sommer über und sogar an Winterwochenenden voller Leben. Man genießt die reine Luft, einen kurzen Bummel durch die von Naturstein dominierte Architektur, stattet der prunkvollen Georgskirche am Dorfplatz mit ihrer schönen hölzernen Ikonostase einen Besuch ab und lässt sich in den inzwischen drei Dorftavernen die traditionelle chiotische Küche in anheimelnder Atmosphäre fernab aller Hektik schmecken.

Heilige der Gehbehinderten

Auch in Volissos mit seiner genuesischen Burg standen bis in die 1980er Jahre hinein viele Häuser leer. Gut restauriert, werden jetzt einige von ihnen an Urlauber vermietet. Das Meer ist nur 3 km entfernt. Da kann man an den Stränden zwischen Limnia und Limnos an drei Sand-Kiesel-Stränden baden und ganz hervorragend zu Alte-Zeiten-Preisen frischen Fisch genießen.  Nur 5 km entfernt bildet das Kloster der hl. Markella das bedeutendste Pilgerziel der Insel. Der Legende nach war Markella ein frommes Mädchen aus Volissos, deren Vater sie an ihrem 18. Geburtstag >zur Frau machen< wollte. Sie floh entsetzt, verbarg sich in einem Brombeerbusch, den der Vater in Brand setzte. Die heilige Jungfrau errettete sie aus den Flammen und öffnete für sie einen Fels an der Küste, in dem sie Schutz finden sollte. Doch der Vater war schneller, ergriff sie am Kopf und enthauptete sie. Ihr Leib fiel ins Meer, der Kopf wurde ans Ufer getrieben. Dorfbewohner fanden ihn und setzten ihn unterm verkohlten Brombeerbusch bei. An dessen Stelle wurde bald darauf eine erste kleine Kapelle errichtet. Markella bewirkte dort so viele Wunder, dass man ihr bald die große Kirche errichtete, die heute das Hauptziel aller Pilger ist. Kirchweih wird hier vom 22.-24. Juli gefeiert. Einen guten Ruf hat sich die hl. Markella vor allem als Heilerin von Bein- und Hüftgelenkserkrankungen gemacht. Dass sie nach Meinung der Gläubigen auch heute noch wunderwirksam ist, belegen die vielen in der Kirche aufgehängten Krücken und Beinschienen. Gläubige haben sie nach ihrer wundersamen Heilung hier deponiert. Nach kurzer Zeit lässt der zuständige Priester sie aber in andere Räumlichkeiten der Klosteranlage abstellen. Er will, so sagt er, >aus dem Gotteshaus kein Lagerhaus machen<.

Und doch noch Homer

In allen bisher besuchten Inselteilen gab es keine Spur von Homer, obwohl der, wenn es ihn denn überhaupt gab,  auf Chios das Licht der archaischen Welt erblickt haben soll. Nur ein Fels bei Vrondados nördlich der Inselhauptstadt  wird von Lokalpatrioten mit ihm in Verbindung gebracht: Der Daskalopetra. Auf der abgeflachten Kuppe eines niedrigen Felsens erhebt sich da ein etwa 70 cm hoher Felsblock, der von ihnen als >Lehrstuhl< des großen Epikers betrachtet wird. Ihm schräg gegenüber sind auch noch etwa 2 m einer Felsbank erhalten, auf der seine Schüler ihm gelauscht haben sollen. Archäologen freilich haben die gesamte Anlage als ein antikes Heiligtum der Göttin Kybele identifiziert.

 

INFOS

Hinkommen: Per Flugzeug tägliche Verbindungen via Athen und Thessaloniki (www.aegeanair.com, www.astra-airlines.gr), außerdem mehrmals wöchentlich mit Lesbos, Limnos, Samos und Rhodos (www.skyexpress.gr). Per Autofähre im Winter 2x, im Sommer 5-7x wöchentlich xxx, Fahrzeit 7-8 Std.,  (www.bluestarferries.com, www.hsw.gr).

Unterkommen: Inm Inselsüden:www.lidamary.gr, www.aroudi.gr, www.chioshotel-pounti.gr. In Chios-Stadt: www.chandris.gr. In Avgonyma: www.spitakia.gr. In Volimos: www.volissosholidayhomes.gr; http://tapetrina.gr.

Rumkommen: Aktuelle Linienbusfahrpläne auf www.ktelchios.gr, Tel. 22710 24257.

 

 

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