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In Griechenland am Strand schlafen – geht das?

Von Klaus Bötig | 27.Juli 2016

Ich selbst bin kein Strandschläfer, liege lieber im Bett. Mein Freund und Mitarbeiter Bastian Parschau jedoch hat viele griechische Nächte unter 1000 Sternen verbracht. Ich habe ihn gebeten, über seine Erfahrungen auf Kreta und anderen Inseln, auf der Chalkidiki und dem Peloponnes zu bloggen. Hier sein Bericht mit so manch gutem Tipp:

Offiziell ist das Campen an den Stränden Griechenlands verboten. Die griechischen Medien berichten auch jeden Sommer über Festnahmen von Wildcampern durch die Polizei. Das hindert eingeschworene Strandschläfer aber trotzdem nicht daran, ihren Schlafsack unter 1000 Sternen auszurollen. Auch ich gehöre dazu.

Vor Kurzurlauben mit Freunden oder der Familie schaue ich jedoch immer vorher in den Seewetterbericht, denn die Nächte, an denen ich notgedrungen mein Nachtlager am Strand fand und die Windgeschwindigkeit die 6 Knoten überschritt, bleiben mir unvergesslich. Wenn auch als Erfahrung, die man nicht noch einmal machen möchte. Und Erfahrungen macht man viele beim Campen am Strand.

Um keine Erfahrung in der Nacht mit den Gesetzeshütern zu machen, sollte man sein Lager gut wählen. Strände, die unter Naturschutz stehen, werden von der Polizei automatisch in unregelmäßigen Abständen in den frühen Morgenstunden abgefahren. Und natürlich wird die Polizei ebenfalls aktiv, wenn sie gerufen wird. Und gerufen wird sie meist von den Betreibern einfacher Pensionen oder Hoteliers, die ihr Geschäft gefährdet sehen. Die meisten Tavernenbetreiber haben kein Problem mit den Leuten, die ihr Quartier am Strand suchen. Denn wo trinken die Camper am Morgen ihren Kaffee, verzehren ihr Frühstück? In aller Regel in der nächsten Taverne! Man sollte sein Zelt natürlich nicht direkt vor der Taverne aufbauen, was die meisten Outdoorliebhaber auch nicht machen, denn man will ja das Rauschen des Meeres und nicht die Musik der Taverne am Abend hören. Wobei Zelte meist nur von den Dauercampern aufgebaut werden, die sich in aller Regel auch durch Gaskocher selbst versorgen und ihre Zelte an Stränden aufbauen, die komplett unorganisiert sind. Unorganisiert, was die touristische Infrastruktur betrifft.

So erinnere ich mich gern an den letzten Sommer zurück, als ich einige Tage Urlaub mit Zelt und Kocher am Strand gemacht habe. Kurz nach meiner Ankunft kam ein Bilderbuchhippie auf mich zu. Er stellte sich als der Präsident des Strandes vor. Zeigte mir,wo sein Lager war, machte mich darauf aufmerksam, keinen Müll liegen zu lassen, erklärte, wo der nächste Minimarkt ist, wobei ich nicht fahren müsste, denn jeden Tag um 17 Uhr fährt jemand der Camper, Wasser oder was auch immer nach Vorbestellung zu holen. Es war ein entspannter Urlaub, und der Strand groß genug, das ich den Präsidenten und die anderen Camper nur beim Baden im Meer sah.

Da Regen im Sommer in Hellas kaum zu erwarten ist, reicht eigentlich ein Schlafsack. Eine Isomatte ist nur bei Kiesstränden erforderlich. Nachdem man nach der ersten Nacht von den ersten Sonnenstrahlen jedoch ziemlich früh geweckt wurde, wird man sich für seine zweite Nacht am Strand Gedanken über die Himmelsrichtungen und somit den Schattenverlauf der Bäume machen.

Gut belesene Outdoorliebhaber achten darauf, keine Lebensmittelreste in der Nähe des Nachtlagers zu haben, um keine Mäuse und somit auch deren natürlichen Feinde, die Schlangen, anzulocken. Die Angst vor Schlangen oder Skorpionen sollte trotz deren Vorhandenseins in Griechenland als unbegründet angesehen werden. Es ist aber anzuraten, keine Softdrinks oder Bierflaschen in der Nähe stehen zu lassen, denn dies ist für Mücken und viele andere Insekten das vielleicht beliebteste Parfüm.

Alleinreisende Frauen meist von positiven Erlebnissen am Strand. Belästigungen oder Übergriffe welcher Art auch immer sind mir keine bekannt.

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