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Reisetagebuch: 7 Tage auf Milos und Kimolos im Mai/Juni 2017

Von Klaus Bötig | 13.Juni 2017

Eigentlich wollten wir nur fünf Tage bleiben – doch Milos ist so toll, dass daraus eine ganze Woche wurde. Wir haben die Insel mit dem Boot umrundet, Milos und Kimolos auch mit dem Jeer durchkreuzt. Strände gibt es da fast mehr als Touristen, geologisch sind beide Inseln phantastisch. Der Hafenort ist typisch griechisch und doch kosmopolitisch mediterran – und originelle Tavernen gibt es jede Menge. Wir waren von Milos begeistert!!!

Dienstag, 30. Mai 2017

12:00 Von Ios aus sind wir über Sikinos, Folegandros und Kimolos mit der 30 Jahre alten, sehr gemütlichen Autofähre >Adamantios Korais< von Zante Ferries nach Milos gekommen. Eine Unterkunft haben wir noch nicht gebucht. Wir setzen uns erst einmal ins Café Aktaion. Ich browse ein wenig auf booking.com, um zu sehen, was die so im Angebot haben. Ich finde das Hotel Lagada Beach, ein Strandhotel, nur 300 m von unserem Café und 200 m vom Fähranleger entfernt. Bei Booking soll ein Dreibettzimmer 49 Euro inkl. Frühstück kosten. Meine Frau Christiane und unsere Freundin Gila gehen hin. Erst nach einer knappen Stunde sind sie zurück: Die Rezeptzionistin hat so eifrig telefoniert, dass sie kaum Zeit für die beiden hatte. Sie hat 55 Euro fürs Dreibettzimmer verlangt: Wenn wir es billiger haben wollten, sollten wir es doch über booking.com buchen. Dass dann das Hotel an uns nach Abzug der Provision nur 41 statt 55 Euro an uns verdienen würde, störte sie nicht: Sie war ja nur  kleine Angestellte. Später erfuhr ich: Sie konnte gar nicht anders. Das auf dem Hotelcomputer installierte Programm ließ keine Sonderpreise zu…

13:30 Wir rollen unsere Koffer zum Hotel Langada Beach. Bezahlt werden muss im voraus, gern auch mit Kreditkarte. Ein Lächeln ist nicht auf dem Gesicht der Rezeptzionistin zu sehen. Unser Zimmer ist groß genug für drei Betten, hat eine geräumige Terrasse, ist nur 30 m vom Pool und 50 m vom Strand entfernt. Wandschmuck im Zimmer gibt es nicht: es ist kahl wie eine Gefängniszelle. Aber das Zimmer ist sauber, im Bad funktioniert alles. Wir sind zufrieden. Und es ist auch mal ganz erholsam, im Zimmer kein zuverlässiges WLAN zu haben – in diesem Hotel funktioniert es selbst an der Rezeption nur sporadisch. Was es hingegen reichlich gibt, sind Katzen. Alle ganz lieb und gar nicht scheu.

15:00 Wir gehen die paar Schritte zum Strand. Die Mädels schwimmen, ich wage mich immerhin bis zu den Knien hinein. Am Strand vor dem Hotel steht keine einzige Liege. Auch die Toolbar liegt noch im Winterschlaf, obwohl die Anlage schon seit 20 Tagen geöffnet ist. Eine andere Bar gibt es nicht. Also gehe ich die 300 m zurück zur Platia. Die gesamte Uferpromenade ist schön gepflastert und sehr breit, macht einen ungriechisch-mediterranen Eindruck. Im Hafencafé wird das WLAN erst am 1. Juni in Betrieb genommen, also gehe ich wieder ins Aktaion. Für heute ist kein Programm mehr angesagt. Ich genieße nach den vielen relativ stillen Tagen auf den anderen Inseln die relativ hohe Zahl von Touristen. Auf Milos gibt es kein All-inclusive, hier verschanzen sich die Urlauber nicht in ihren Hotels. Junge Leute unter 30 überwiegen, der Nationalitätenmix ist bunt. Ein bunter Mix sind auch die Herkunftsorte der Kellner im Aktaion: Sie stammen aus verschiedenen Städten auf dem griechischen Festland, sind den Sommer über zum Arbeiten hier.

18:00 Die Mädels kommen – Ouzo-Time. Danach geht’s ins Flisvos an der Uferpromenade zum Essen und später früh ins Bett.

 

Mittwoch, 31. Mai 2017

09:00 Ein relativ fauler Tag beginnt. Das Frühstück im Hotel ist das wohl schlechteste, dass mir jemals in Griechenland geboten wurde. Der Muckefuck ist lauwarm, die gekochten Eier sind kalt, ebenso das in Stücke geschnittene Omelett aus dem Tiefkühlfach. Wasser muss man kaufen, Obst gibt es nicht. Kein Wunder, dass sich manche Gäste ihr im Supermarkt gekauftes Frühstück mitbringen auf die Terrasse, die Jugendherbergsatmosphäre verströmt. Immer hin kann ich Rezeptzionistin Magdalini ein Lächeln abtrotzen und erfahre von ihr, das Alexander ihr viel Kummer bereitet: das Computersystem des Hotels. Es lässt ihr keinerlei Freiheiten und ist so tückisch, dass sie fast ständig damit beschäftigt ist. Da bleibt keine Zeit, Gäste anzuschauen, ihnen zuzulächeln oder sie gar zu grüßen und nach ihrem Befinden zu befragen.

11:00 Heute gehen wir in die kleine Beach Bar Karnagio gleich neben dem Hotel, die ein paar Liegen und Schirme an den Langara Beach gestellt hat (4 €/Person). Die 20-jährige Angeliki aus der Argolis/Peloponnes führt hier das Szepter äußerst freundlich und aufmerksam. Weil sie sieht, dass ich am Handy arbeite, fragt sie mich sogar, ob sie Musik anmachen dürfe oder nicht. Die Mädels sind am Strand, ich bin der einzige Gast. Angelika unterhält sich mit einem jungen Kollegen und gelegentlich hereinschauenden Freunden nur über ein Thema: Kochrezepte. Später stellt sich heraus, dass sie gelernte Köchin ist, im Winter in Athen arbeitet und davon träumt, eines Tages ein eigenes Restaurant aufzumachen.

21:00 Ich übernehme einen Mietwagen für drei Tage, einen richtig guten Jeep Cherokee (50 €/Tag).

22:00 Zeit, ins Bett zu gehen. Fürs Mittagessen hatten wir im Supermarkt eingekauft, zum Abendessen waren wir noch einmal im Flisvos. Ansonsten habe ich den Tag vor allem mit Schlafen und Schreiben verbracht.

 

Donnerstag, 1. Juni 2017

08:40 Mit dem Jeep geht’s los, die Insel erkunden. Zuerst steuern wir den Paliochori Beach an. Die Taverne Sirocco (www.restaurantsirocco.gr) bietet hier (auch vegetarische) “volcano food” an: Gerichte, die in Tontöpfen über Nacht im heißen Sand vor der Taverne garen – so etwas habe ich bisher nur an den heißen Quellen von Fuhrmanns auf der Azoreninsel Sao Miguel erlebt. Alle Tischplatten hier bestehen aus einem großformatigen Foto von einer der vielen Attraktionen der Insel, an der Wand hängen auch ein paar Aquarelle vom Düsseldorfer Architekten Bernd Chevalier zum Verkauf. Es gibt Kraft-Biere und Lux-Cola aus Patras. Auf einem Regal steht Strandlektüre zum kostenlosen Ausleihen: zur Zeit z.B. Orhan Pamuk und Martin Walser als deutsche Bücher. Der Strand ist fast 1 km lang und bis zu 40 m breit, an mehreren Stellen dampfen Schwefelquellen auf dem Sand und an den Felsen dahinter. Toll!!!

11:30 Wir haben den eher unspektakulären Strand von Agil Kyriaki (ca. 200 m Grobsand) und die Thermalquellen am Inselkraftwerk gecheckt, sind an der 1986 aufgelassenen Saline vorbeigefahren, in der jetzt viele rötlich schimmernden Salzpflanzen gedeihen. Gleich dahinter liegt die Piste des Inselflughafens. Jetzt sind wir im winzigen Weiler Empourio, wo die Taverne erst am Sonntag aufmachen wird. Der winzige Strand lädt nicht unbedingt zum Baden ein, doch die Taverne soll ausgezeichnet sein.

12:30 Mittagspause machen wir am Provata Beach, wo die Beach Bar gerade heute die Saison eingeläutet hat. 2 Liegen und ein Schirm kosten hier 10 Euro; es gibt sogar eine Steuerquittung. Der etwa 200×20 m große Strand ist feinsandig, auch im Wasser findet sich kein einziger Stein, keine Felsscholle.

14:00 Wir fahren weiter in den Südwesten der Insel bis Ksylokeratia, vorbei an schon abgeernteten Getreidefeldern und vielen jetzt gerade blühenden Thymiankissen. An einer Stelle liegen viele Felsbrocken herum, als hätten gerade Riesenbabies damit gespielt. Wir erreichen den Parkplatz oberhalb des Gerondas Beach. Hinunterfahren darf man nicht, man muss etwa 15 Minuten weit dorthin laufen. Wir verzichten darauf, werden den Strand ja an einem anderen Tag bei der Inselrundfahrt mit dem Boot aus der Nähe sehen. Stattdessen fahren wir weiter in den riesigen Steinbruch hinein, dessen Terrassen zum Teil schon wieder aufgeforstet sind. Auch hier ist die breite Piste noch sehr gut. Ein Jeep wäre nicht notwendig; auch mit dem Pkw wäre unsere ganze bisherige Fahrt machbar gewesen.

15:30 Jetzt sind wir am kilometerlangen Firiplaka Beach – sensationell schön. Ein fast 1 km langes Sandband vor Steilufern in den verschiedensten Farben, nur Feinsand, auch nach 40 m kann man im Wasser noch stehen. Eine Beach Bar am östlichen Ende, sonst Natur pur. Ein dicht vorgelagerter Felsen erinnert an die Petra toi Romiou, den Felsen der Aphrodite auf Zypern.

17.30 Frühes Abend-/spätes Mittagessen in der Taverne O! Hamos! am Ortsrand von Adamas. Vielerlei griechische Sprüche an Wänden und Mäuschen, auf den Stuhllehnen Kommentare und Namen von Gästen, tausenderlei Zierrat, Tongeschirr von der Nachbarinsel Sifnos, Pfeffer- und Salzstreuer aus Olivenholz. Die Speisekarte ein Buch, in neun Sprachen, einmal handgeschrieben und dann vielfach kopiert. Am Ausgang Blätter mit Rezepten zum Mitnehmen, gute Ideen überall. Mein Zicklein ist ausgezeichnet, zum Brot wird Mizithra aus eigener Herstellung gereicht, die Kellner sind superfreundlich, wir sind rundum zufrieden.

19:30 Den Abend verbringen wir im Aktaion.

 

Freitag, 2. Juni 2017

10:00 Ich habe einen Termin mit dem Insel-Bürgermeister Gerasimos Damoulakis im Rathaus. Wir unterhalten uns 30 Minuten auf Griechisch. Das Wichtigste: Milos lebt zu 50% vom Bergbau, zu 50% vom Tourismus. Das hilft, Krisen im einen oder anderen Bereich abzufedern. Auf der Insel sind 250 Bergbau-Lkw registriert. Deswegen müssen die Straßen und Pisten etwa alle drei statt – wie anderswo – alle 15 Jahre erneuert werden. Deswegen sind sie auch in einem solch relativ guten Zustand. Etwa 250 Menschen sind direkt im Bergbau beschäftigt. Die Müllabfuhr der Insel hat nur 4 hauptberufliche Mitarbeiter – dennoch ist die Insel erstaunlich sauber und aufgeräumt. 99,9% aller Unterkünfte und Tavernen sind in der Hand von Insulanern, ausländische Firmen sind hier anders als auf Mykonos und Santorin überhaupt nicht im Tourismus aktiv. Milos will die berühmte “Venus von Milo” aus dem Louvre zurück. Anders als bei den Elgin-Marbles vom Athener Parthenon will man aber keinesfalls den Klageweg beschreiten, sondern auf diplomatischen Kanälen versuchen, die schöne Frau als Original wiederzubekommen.

11.00 Wir setzen unsere Inselerkundung im Jeep fort. Zuerst geht es in die wirklich beeindruckenden frühchristlichen Katakomben. Dann zum antiken Theater, in dessen Nähe die Venus von Milo gefunden wurde. Danach fahren wir ins fotogene Klima hinunter. Die Mädels haben keinen Hunger, nur ich bestelle ein Omelett. Der Kellner bringt es: mit einem Messer und drei Gabeln!

13:00 In der Mittagshitze laufen wir vom Parkplatz 400 m zu den weißen Felsen von Sarakiniko hinunter – wieder ein phantastischer Badeplatz. Sogar ich gehe hier baden. Danach schauen wir uns noch ein paar weitere typisch mimische Küstenorte mit vielen Bootsschuppen direkt am Wasser an. In Mandráki kann man in der Fischtaverne Medusa exzellent essen. Zum Schluss fahren wir noch zum landschaftlich sehr schönen Fyropotamos Felsen unter bizarren Felsbrocken. Da gibt es nur eine Kirche, aber keine Taverne – und viele tolle Fotomotive.

18:30 Wir statten dem Bergbau-Museum der Insel in Adamas einen Besuch ab. Sehr lohnenswert! Auf drei Etagen Exponate zur Geologie und zum Bergbau auf Milos, außerdem ein Film, in dem ehemalige Bergarbeiter zu Wort kommen. Außerdem kann man hier bestens Wanderkarten für Kimolos und Milos kaufen!

 

Samstag, 3. Juni 2017

09:00 Wir schauen uns die archäologischen Ausgrabungen von Phylakopi an. Begeisternder als die Überreste der Stadt aus dem 2. Jt. v.Chr. sind der üppig blühende Strandflieder und die blühenden Wilden Möhren im Gelände. Die Sicherung und touristische Herrichtung der Ausgrabungen hat den europäischen Steuerzahler 1.260.410,87 Euro gekostet, verkündet ein Schild. Ich frage den Wärter, wofür man die 87 Eurocent verwendet hat. “Für Katzenfutter”, antwortet er.

10:30 Nach einem zweiten Frühstück fahren wir mit der Pantoffel-Autofähre vom mimischen Badeort Pollonia nach Kimonos hinüber. Die Überfahrt dauert 30 Minuten. Den Jeep nehmen wir mit an Bord. Ich habe gestern im Museum die Karte für den Geo Walk auf Kimonos gekauft (Maßstab 1:25 000), den man im 7-8 Stunden erwandern, aber größtenteils auch mit 4×4 befahren kann. Das wollen wir tun. Gesamtlänge: 17 km. Die Route führt überwiegend über raue Pisten durchs Inselinnere, mit normalen Autos käme man hier nicht durch. Das macht Spaß! Kimonos selbst finden wir äußerst eigenartig: Anders als auf Milos hat der Bergbau hier schlimme Spuren hinterlassen, ganze Küstenstriche gleichen dunklen Steinwüsten. Interessant, aber nicht unbedingt schön.

13:00 Wir kommen wieder auf Asphalt, bummeln durch die Chora mit ihrem – leider ziemlich heruntergekommenen – Kastro-Viertel. Das hatte ich mir schöner vorgestellt. Aber alles wirkt hier noch untouristisch, die Kaffenia sind noch recht urig. Nur das Agora entpuppt sich als moderne Café-Bar. Wir sitzen auf einem Teppich aus Bougainvillea-Blüten.

15:00 Zum späten Mittagessen setzen wir uns am Hafen in die Strandtaverne, deren Tischen Stühle direkt auf dem Kies stehen. Auf der Karte steht “Tamariskensalat” (almirikia). Noch nie in Griechenland irgendwo gesehen! Wir bestellen ihn. Sind es tatsächlich gekochte und in Öl eingelegte junge Tamariskentriebe? Wir können das Rätsel nicht lösen, schon auf Milos hat man noch nie von diesem Salat gehört.

16:30 Die Pantoffelfähre bringt uns wieder nach Milos zurück. Wir verbringen den Abend am Hafen.

 

Pfingstsonntag, 4. Juni 2017

09:00 Wir unternehmen eine Inselrundfahrt (35 €) mit dem altmodischen, hölzernen Ausflugsschiff >Captain Yangos<, dessen Kapitän mit dem Boot schon seit über 22 Jahren unterwegs ist. Es werden zwar auch viele Inselrundfahrten mit schnittigen Segelyachten angeboten (60 €), aber das ist nicht unser Ding. Wir mögen es volksnah. An Bord sind denn auch überwiegend Griechen jeden Alters. Das prägt die Atmosphäre – und auch die Lautstärke an Bord. Die Turis sitzen in der Sonne auf dem Oberdeck, die Helleren und ich im Schatten auf dem Unterdeck. Eine Kaffeebar gibt es da auch, andere Getränke sind nicht im Umlauf. Und: Keinerlei Musikgedudel – Klasse! Kapitän Stavros (Yangos hieß sein Vater) steht barfuss am Ruder. Er kennt jede Untiefe, fährt oft sogar an die Felsenküste heran, dass man das Gestein mit den Händen berühren kann. Er zwängt sich mit dem Boot zwischen Felsen hindurch, fährt in Höhleneinfahrten und Torbögen ein.Die Küste von Milos ist wohl die schönste und geologisch interessanteste ganz Griechenlands. Das Gestein ist mal schwefelgelb, dann dunkelrot, bläulich, grau oder gar schneeweiß. Die Glaronissia bestehen aus Säulenbasalt, wie ich ihn vom Giant’s Causeway in Nordirland oder aus Island kenne. Manche Felsen erinnern an versteinerte Tiere wie der Arkoúdi-Fels, der wie ein gerade Honig schleckender Bär aussieht.Anderswo wirken Manganknollen wie ein senkrecht gestelltes Straßenpflaster. Felszacken könnten Computerspiel-Erfindern 1000 Figureniden liegen. “Post diaforetika ta chromata – wie unterschiedlich die Farben”, rufen einige Griechen immer wieder aus.Zweimal werden einstündige Badepause eingelegt. Das Kaki ankert vor den weißen Felsentoren und Meeresgrotten von Kleftiko und vor den hellen Kaolin-Hängen am Kalamos Beach. Zur Mittagspause sind wir für 90 Minuten auf Kímolos. Heute gibt’s in unserer Taverne keinen Tamariskensalat mehr –  ausverkauft. Auf der Weiterfahrt nach Adams/Milos wird noch einmal eine 20-minütige Badepause eingelegt, um 18:30 Uhr sind wir wieder zurück. Fazit: Eine schönere Bootsfahrt kann man in Griechenland nicht unternehmen!!!

20:00 Wir gehen zur kleinen Kirche der heiligen Dreifaltigkeit, Agia Triada. Da ist gerade ein Kirchweihfest im Gange. Noch zelebriert der Pope in der Kirche die Liturgie, doch auf dem Kirchhof stehen schon Musiker und viele Tänzer in Trachten für die anschließende Glenda bereit.

Pfingstmontag, 5. Juni 2017

10:00 Heute will ich hauptsächlich schreiben. Ich gehe in die Karnagio Beach Bar neben dem Hotel, weil da das WLAN sehr viel besser ist. Angelika kommt auch gerade an und schließt auf. In der Hand hält sie eine Alu-Schale: Ihr selbst gekochtes Mittagessen. Sie bietet mir sofort an, davon zu kosten.

18:00 Andere haben uns von der neuen Ouzeri >O Zikos< im Binnendorf Zefiria erzählt. Wir nehmen uns ein Taxi dorthin. Der Fahrer wirkt etwas >high<: Alle paar Augenblicke wiederholt er während der Fahrt den Namen der Ouzeri: Mal laut schreiend, dann einfühlsam singend. Wir kommen heil an. Ganz nett, aber nicht gerade begeistern. Für die Rückfahrt wieder ein Taxi. Diesmal mit Fahrerin, vielleicht um die 50. Ihr Ford ist 18,5 Jahre alt, 650 000 km auf der Insel gelaufen. Im Winter will sie sich ein neueres Auto aus Athen holen, ein Gebrauchtes natürlich. Im Hochsommer arbeitet sie zwar fast 18 Stunden an jedem Tag – im Winter aber ist sie an vielen Tagen froh, wenn sie gerade einmal 10 Euro einnimmt…

 

Dienstag, 6. Juni 2017

16:30 Wir fliegen zurück nach Athen – mit einer ATR 42 von Olympic Air. Der Flug dauert nur 28 Minuten. Wir haben dafür zwar 73 Euro/Person gezahlt; wer rechtzeitig bucht, bekommt das Ticket aber auch schon für 29 Euro. Da kostet der Katamaran sehr viel mehr.

 

 

 

 

 

 

 

 

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