Von Korfu bis Zakynthos im Herbst

Der Herbst ist meine liebste Reisezeit für die Ionischen Inseln. Die Sommerhitze ist vorbei, die Strände leeren sich, und die Preise sinken. Wer die Inseln ohne Massentourismus erleben möchte, sollte den Oktober in Betracht ziehen.

Korfu: Goldener Oktober

Die Ankunft auf Korfu im Oktober hat etwas Magisches. Das Licht ist weicher als im Sommer, die Olivenhaine schimmern silbern, und in der Altstadt kann man endlich durch die Gassen schlendern, ohne von Touristengruppen geschoben zu werden.

Das Meer hat noch Badetemperatur – etwa 22 Grad – und die Strände an der Westküste, die im Sommer überfüllt sind, gehören jetzt fast uns allein.

Mit der Fähre nach Paxos

Die kleine Insel Paxos südlich von Korfu ist im Herbst besonders reizvoll. Viele Hotels haben bereits geschlossen, aber einige Tavernen haben noch offen – und die Wirte haben Zeit zum Plaudern.

Die Bootsausflüge zu den Meereshöhlen an der Westküste sind jetzt weniger überlaufen. In der blauen Grotte sind wir die einzigen Besucher.

Lefkada: Die Brückeninsel

Weiter ging es nach Lefkada, die einzige griechische Insel mit Brückenanbindung ans Festland. Im Herbst sind die berühmten Strände Porto Katsiki und Egremni fast menschenleer.

Der Abstieg nach Porto Katsiki – über 100 Stufen – ist bei kühleren Temperaturen deutlich angenehmer als in der Sommerhitze.

Kefalonia: Wilde Schönheit

Kefalonia zeigt im Herbst seine wilde Seite. Die Berge sind noch grün, die ersten Regenfälle haben die Natur erfrischt. Die Melissani-Höhle mit ihrem unterirdischen See ist ohne Warteschlange zugänglich.

In Fiskardo, dem malerischen Hafenort im Norden, sind die Yachten verschwunden. Die Tavernen haben Platz, und die Sonnenuntergänge gehören uns allein.

Zakynthos: Jenseits des Partytourismus

Zakynthos hat einen zwiespältigen Ruf – Laganas im Süden ist bekannt für Partytourismus. Doch im Herbst zeigt sich die Insel von einer anderen Seite.

Die Schiffswrackbucht, das ikonische Motiv der Insel, ist jetzt ohne die Armada von Ausflugsbooten erreichbar. Und im Süden kann man die Meeresschildkröten beobachten, ohne Hunderte andere Touristen.

Fazit: Herbst ist die beste Reisezeit

Wer die Ionischen Inseln wirklich kennenlernen möchte, sollte den Herbst wählen. Ja, es kann regnen. Ja, manche Hotels und Restaurants haben geschlossen. Aber was bleibt, ist authentischer, ruhiger, echter.

„Im Herbst zeigen die Inseln ihr wahres Gesicht. Nicht das aufgehübschte für die Touristen, sondern das ehrliche für die, die wirklich hinschauen."

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