Horrorpreise auf Mykonos

Mykonos war einst ein verschlafenes Fischerdorf, das in den 1960er Jahren von Hippies und Künstlern entdeckt wurde. Heute ist die Insel ein Synonym für Luxustourismus – und für Preise, die selbst wohlhabende Urlauber ins Schwitzen bringen.

Die Preis-Explosion

Ein Cappuccino für 12 Euro. Ein Sonnenschirm am Strand für 100 Euro pro Tag. Ein einfaches Hotelzimmer für 500 Euro die Nacht. Was auf Mykonos heute normal ist, würde anderswo als Wucher gelten.

Die Gründe für die Preisexplosion sind vielfältig: Der Zustrom reicher Touristen aus aller Welt, die Vermarktung als Promi-Destination, die begrenzte Fläche der Insel. Mykonos ist zur Marke geworden, und Marken haben ihren Preis.

Wer noch nach Mykonos fährt

Die klassischen Griechenland-Urlauber hat Mykonos längst verloren. Stattdessen kommen Influencer auf der Jagd nach dem perfekten Foto, Oligarchen mit ihren Yachten, Partytouristen aus Dubai und Las Vegas.

Die Einheimischen? Viele können sich das Leben auf ihrer eigenen Insel nicht mehr leisten. Sie pendeln vom Festland oder von Nachbarinseln, arbeiten in den Luxushotels und Clubs, und sehen zu, wie ihre Heimat sich in einen Themenpark für Superreiche verwandelt.

Alternativen zu Mykonos

Wer das Kykladen-Erlebnis ohne die Mondpreise sucht, findet Alternativen:

  • Paros: Ähnliche Architektur, entspanntere Atmosphäre, günstigere Preise
  • Naxos: Die größte Kykladeninsel mit authentischem Charme
  • Tinos: Pilgerinsel mit wenig Tourismus und ursprünglichen Dörfern
  • Sifnos: Bekannt für gutes Essen und Keramikkunst
  • Serifos: Wild und ursprünglich, kaum internationaler Tourismus

Wenn es doch Mykonos sein muss

Wer trotz allem nach Mykonos möchte, kann mit einigen Tricks sparen:

  • Nebensaison wählen (Mai oder Oktober)
  • Unterkunft in Ano Mera statt in Mykonos-Stadt buchen
  • Selbstversorgung: Einkaufen im lokalen Supermarkt
  • Freie Strände nutzen statt Beach Clubs
  • Tavernen abseits der Touristenzentren aufsuchen

Fazit: Ist es das wert?

Die Windmühlen, die weißen Gassen, das türkisfarbene Meer – Mykonos ist zweifelsohne schön. Aber ist die Insel ihre Preise wert? Das muss jeder selbst entscheiden.

Für mich persönlich haben die Nachbarinseln inzwischen mehr Charme. Sie bieten dieselbe Schönheit, aber ohne das Gefühl, bei jedem Kaffee abgezockt zu werden. Das echte Griechenland, das ich suche, finde ich auf Mykonos schon lange nicht mehr.

„Der wahre Luxus im Urlaub ist nicht das teuerste Hotel, sondern die Zeit und Ruhe, einen Ort wirklich kennenzulernen."

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