Rhodos und Kastellorizo

Der April ist eine wunderbare Zeit für die griechischen Inseln: Die Natur blüht, die Temperaturen sind angenehm, und die großen Touristenströme haben noch nicht eingesetzt. Dieser Bericht führt von Rhodos, einer der größten Dodekanes-Inseln, zu Kastellorizo, der kleinsten und entlegensten.

Rhodos im Frühling

Im April zeigt sich Rhodos von seiner grünen Seite. Die Wiesen sind mit Wildblumen übersät, die Temperaturen liegen bei angenehmen 20 Grad, und die Strände sind noch leer.

Die Altstadt von Rhodos-Stadt, UNESCO-Weltkulturerbe, lässt sich jetzt besonders gut erkunden. Ohne die Kreuzfahrt-Massen kann man durch die mittelalterlichen Gassen schlendern, die Ritterstraße hinaufgehen und den Großmeisterpalast in Ruhe besichtigen.

Ausflüge ins Inselinnere

Abseits der Küste überrascht Rhodos mit Bergen, Wäldern und verschlafenen Dörfern. Das Tal der Schmetterlinge ist im Frühling noch ruhig – die Schmetterlinge kommen erst im Sommer. Dafür lockt das Bergdorf Embonas mit seinem Wein und traditionellen Tavernen.

Die Überfahrt nach Kastellorizo

Von Rhodos aus fährt eine Fähre nach Kastellorizo – die Überfahrt dauert etwa vier Stunden und führt entlang der türkischen Küste. Kastellorizo liegt nur zwei Kilometer vor der Türkei, aber über 100 Kilometer von Rhodos entfernt.

Kastellorizo: Das Ende der Welt

Die Ankunft in Kastellorizo ist magisch. Der kleine Hafen mit seinen bunten Häusern spiegelt sich im türkisfarbenen Wasser. Keine Autos, kaum Touristen – nur die Stille und das Meer.

Kastellorizo ist die östlichste Insel Griechenlands und die kleinste bewohnte Gemeinde des Landes. Etwa 500 Menschen leben hier, viele davon Rückkehrer aus Australien, wohin ihre Vorfahren einst auswanderten.

Die Blaue Grotte

Das Highlight von Kastellorizo ist die Blaue Grotte (Galazia Spilia). Mit einem kleinen Boot fährt man hinein und erlebt ein Naturschauspiel: Das Sonnenlicht fällt durch einen Unterwassereingang und taucht die Höhle in unwirkliches Blau.

Das Inselleben

Auf Kastellorizo gibt es nicht viel zu „tun" im klassischen Sinne. Man sitzt in den Cafés am Hafen, wandert zu den Ruinen der alten Stadt auf dem Hügel, schwimmt im kristallklaren Wasser. Die Langsamkeit ist hier kein Manko, sondern der Sinn der Reise.

Fazit

Die Kombination aus Rhodos und Kastellorizo bietet das Beste zweier Welten: Die touristische Infrastruktur und die Sehenswürdigkeiten der großen Insel, kombiniert mit der Ruhe und Einsamkeit eines der entlegensten Orte Europas.

„Manche Orte sind nicht dazu gemacht, erobert zu werden. Sie wollen entdeckt werden, langsam, respektvoll. Kastellorizo ist so ein Ort."

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